Unüberschaubar an der Zahl.
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Am Montag in einem Rutsch durchgelesen, obwohl ich voller Skepsis den Buchdeckel aufgeschlagen habe: Daniel Glattauers “Gut gegen Nordwind”. Nein, ich konnte das Buch auch nach meiner sehr späten Heimkehr nicht weglegen – fand nur unter Mühen die Zeit, meinen Blog zu veröffentlichen. Gegen ein Uhr am Dienstag Morgen griff ich dann schon zur Fortsetzung. Aber von “Alle sieben Wellen” gönnte ich mir nur das erste Kapitel, danach verschwand ich im Traumland.
Es ist lange her, daß ich mich in einem Buch so direkt wiedergefunden habe. Die Erinnerungen an meine eigenen Mail- und Briefwechsel und Nachrichtenaustausche über dieses Internet war heftig. Leider kam auch der Vergleich wieder dazu. War ich wenigstens ähnlich interessant in meinen Schreiben wie diese beiden? Für mich war es wie für – Emmi. Ja, für Emmi, nicht für ihren Zufalls-Mailempfänger.
Viele gute Sätze habe ich gelesen, dort, in diesem Buch, in dem ich sie nie vermutet hatte.
» Im Nachhinein erlebt man oft Möglichkeiten, die von vornherein niemals welche gewesen wären. Es sind oft nicht einmal die schlechtesten Möglichkeiten. «
Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind. 15. Aufl. Lizensierte Taschenbuchausgabe.
Wilhelm Goldmann Verlag München 08/2008. ISBN 978-3-442-46586-6.
© der Originalausgabe by Deuticke Im Paul Zsolnay Verlag Wien.
Möglichkeiten. So viele ungesehene, unvermutete, unerwartete, unerwünschte, unklare, unbefriedigende, unerreichte, unbeachtete, unvergessene, unwiederholbare, unabweisbare, ungefährliche, unzählbare, unsichere, unvergleichliche, unmögliche Möglichkeiten …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 10. September 2013 war eine fertige Radiosendung.
© 2013 – Der Emil. Eigener Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Gut gegen Nordwind habe ich auch in einem Rutsch durchgelesen und fand es klasse. Alle sieben Wellen habe ich allerdings abgebrochen. Da ging mir dann dieses ewige Hin und Her, ja, nein, oder doch, oder vielleicht lieber nicht, auf die Nerven.
Liebe Grüße zu dir, Iris
Da mir das Hin und her in realiter nichts ausmachte, wird ed mich (hoffentlich) auch im Buch nicht stören …
alle haben es gerühmt, aber auch ich habe es noch nicht gelesen. danke für den tipp.
ich mag deinen satz mit den möglichkeiten besonders.
Du meinst den mit den vielen „un-„? Ich hätte gern einen Überschuß an positiv konnotierten „Un-„s gehabt …
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Also muss man sich gedanklich in die Zukunft katapultieren, um die unsichtbaren Möglichkeitstürchen der Gegenwart zu finden? Ein kühner Gedanke, nicht mit den Bedingungen des Jetzt vor Augen zu entscheiden, sondern noch unbekannte Bedingungen der Zukunft einzubeziehen.
Danke für den Buchtipp.
Vielleicht versuche ich es mal wieder mit lesen. Meine Konzentration gibt es irgendwie kaum mehr her. Das private Lesen. Das Genuss-Lesen. Im Büro ist einfach viel zu viel Papier zu bewegen.