Zyklisch, wiederkehrend (Nº 207)


Sprechen Sie Vulkanisch?

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Dann ist das Folgende leichter zu verstehen:

 

Sehr leicht (-sinnig) bin ich hineingetappt in diese (Denk-) Falle. Da ist nicht mehr viel Platz für andere Dinge. Nur noch für diese eine Sache. Alles dreht sich nur noch um ein Thema, um genau ein Thema. Immer dasselbe. Überall.

Wo ich auch bin, was ich auch tu: Alles reduziert sich auf diese eine Sache. Daran ist nichts und niemand Schuld als ich selbst. Es gab keinen Auslöser, den ich hätte erkennen können. Nun stecke ich drin. Nein, nicht in der Depression. Nicht in der Sauferei. Keine Krankheit, keine Droge. Auch keine Beziehung.

Das ist wiedereinmal beinahe wie das “Plak-tow” – in welches Vulkanier geraten, wenn sie ihr “Pon Farr” nicht wie vorgesehen durchleben.

Eine Horizontverengung für mich, die ich immer mal wieder durchlebe. Immer dann, wenn ich glaube, etwas verpaßt zu haben in meinem bisherigen Leben. Immer dann, wenn ich feststelle: “Das hab ich ja noch nie probiert, aber jetzt will ich es unbedingt” – und dann geht das eben nicht, ich kann genau das nicht tun. So in etwa alle zwei oder drei oder vier Jahre einmal.

Tunnelblick auf das vermeintlich Versäumte. Alles überlagernd. Für drei oder vier Tage. Danach gehts wieder.

Auch ein Mann hat seinen Zyklus, nur eben anders …

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 25. Juli 2013 war ein besonderes Telefongespräch.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Zyklisch, wiederkehrend (Nº 207)

  1. Sofasophia sagt:

    vulkanisch sagt mir zwar nichts, aber dieses tunnelblickphänomen kenn ich auch. zwar weiss ich nicht, welches thema du meinst, aber so phasen habe ich auch. ob das nun also doch keine mann-sache ist? (oder müsste man dazu dein thema kennen?)
    ähm, soll ich dir gute besserung wünschen? 🙂

    • Der Emil sagt:

      Bei mir ist es wirklich im Schnitt ein Dreijahresrhythmus, in dem dieses Ding auftaucht. Zuverlässig wie ein Komet.

      Gute Besserung? Ich weiß garnicht, ob das eine Besserung ist, wenns vorbeigeht – und das tut es von allein nach drei oder vier Tagen. Kannst mir glauben, es ist etwas maskulines.

  2. puzzle sagt:

    „Was-wäre-gewesen-wenn’s“ habe ich auch ab und zu, selten genug sehe es wie so eine Art Richtungs-TÜV für den laufenden Weg, denn diese Fragen sind in meinem Verständnis nicht vergangenheits- sondern zukunftsorientiert, selbst in der Verneinung.

    • Der Emil sagt:

      Naja, ich bin nicht bei „was-wäre-wenn“, sondern bei „ich-müßte-doch-und-will-jetzt-mal“ 😉 Am Ende wird sich wieder ergeben, daß es auch ohne weitergeht.

  3. Elvira sagt:

    Das einzige, was ich dazu sagen kann: Der Tunnel wird länger und enger, je mehr ich darüber nachdenke und desto älter ich werde. Einen Zyklus konnte ich bisher nicht erkennen, der Tunnel ist urplötzlich da.

    • Der Emil sagt:

      Oh ja. Bewußtes Darübernachdenken macht es schlimmer. Ich werde wie bisher immer standhaft bleiben (müssen) und in zwei oder drei Tagen ists vorbei.

  4. Ich befürchte, solche Sehnsüchte kennt fast jede/r. Da hilft nur eines: Es nicht aus den Augen verlieren und so bald wie möglich realisieren. Das Leben ist endlich.

  5. Pingback: Ultreïa. Was mich in der vergangenen Woche umhertrieb. (Nº 213) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

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