Über die Ablehnung, einem Erfahrungsbericht zu lauschen
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Früher, früher war das alles ganz einfach. Wenn es in einem Betrieb EDV-Probleme gab, so war da immer einer, der sie bemerkte und an den Chef weitergab. Oder eine oder an eine Chefin. (Nein, Schluß damit. Ich benutze weiterhin das generische Maskulinum.)
Wenn also fehlerhafte Benutzerrechte dazu führten, daß wichtige Updates nicht gemacht werden konnten, daß Aufgaben nicht oder nicht korrekt erledigt werden konnten, wurde das dem Chef mitgeteilt. Am besten schrieb man auch gleich dazu, welche Lösungsmöglichkeiten (erfahrungsgemäß) funktionieren könnten. Und wenn ein Drucker trotz neuer Farbpatronen nicht in der Lage war, Gelb und Cyan auf's Papier zu bringen: Meldung an den Chef, daß das eben trotz der neuen Patronen nicht geht und die Ursache im Druckkopf zu finden sein könnte.
Bei solchen Problemen dauerte es früher nicht lange, und der EDV-Mensch wurde in Bewegung gesetzt. So saß der (meinetwegen auch ein externer Dienstleister, der per Wartungsvertrag oder normalem Auftrag dazu verpflichtet wurde) meist nach dem Tagesbetrieb an den Geräten. Ja, meist nach Feierabend der normalen Mitarbeiter, damit das Tagesgeschäft möglichst nicht gestört wurde.
Nur in Ausnahmefällen wurden im laufenden Tagesbetrieb solche Wartungsarbeiten erledigt. Wenn nämlich der Drucker der einzige Drucker des Unternehmens war. Oder wenn bei einem Arzt die Quartalsabrechnung nicht durchgeführt werden konnte wegen des nichtfunktionierenden Updates. Ich selbst bin als Servicetechniker an den Wochenenden in den Baubetrieben, Lackierereien, auf Baustellen und in Autohäusern herumgeschlichen und habe die vom Chef angekündigten “10 Minuten Arbeit” manchmal nur knapp vor der nächsten regulären Schicht geschafft. (Okay, damals gab es Updates im Quelltext, die mußten hineineditiert werden. Der anschließende Compilerlauf, der aus dem Quelltext ein lauffähiges Programm machte, dauerte gern mehrere Stunden.)
Bis auf den, der das EDV-Problem feststellte und meldete, den Chef und den, der es behob, wußte kaum jemand davon, daß es überhaupt Probleme gab. Meine Erinnerungen allerdings sind … naja, von früher. Teilweise schon noch aus diesem Jahrtausend, zum Teil aus den letzten beiden Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts. Vielleich sind sie trotzdem aus einem Paralleluniversum?
Gestern hub nämlich einer an, mir von der Beseitigung EDV-technischer Probleme in einer Firma zu erzählen. Nach nichteinmal drei Minuten unterbrach ich seinen Redefluß. Nein, schon nach dem Hören seiner Vorbemerkungen über Unvorstellbares, Unsagbares, Unsägliches und so auch nicht Machbares weigerte ich mich, auch nur ein weiteres Wort davon zu vernehmen. Nein. NEIN! – Und dann war er still.
Es dürfte doch klar sein, daß ich als eingefleischter LINUXER nichts von Fehlerbeseitigung in unter Windoof Vista laufenden Produktionssystemen wissen möchte.
Wirklich nichts.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 24. Oktober 2012 war der wirklich erfolgreiche Besuch in der Stadtbibliothek.
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299 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 482 words)


Genau so habe ich das „Früher“ in unserer Firma in Erinnerung. Aber auch noch nach dem „Früher“ war es so, nämlich ab 1990 in einer Westfirma.
Das war sogar in diesem Jahrtausend (zumindest bis 2004) noch so. Aber was ich da hören sollte ;-)?
Ich hab das Glück, das auf Arbeit unser Admin mit zwei Kollegen auf meiner Etage haust. Sollte ich Probleme mit der Technik haben, so werden meine Probleme gleich gelöst. Mir ist es egal, was ich für ein Programm auf dem PC habe. Hauptsache es funktioniert so wie ich es will 🙂 Liegt aber daran, das ich überhaupt keine Ahnung von der Materie habe. LG
Du Glückliche! (Mit dem Admin mal schnell einen Kaffee trinken können ist eine Gnade *kicher*)
Ein Nein ist ein Nein! – Eine klare Ansage! 😉
Aber es fällt mir immer so verdammt schwer. Manchmal kommt mein alter Sprachfehler eben wieder durch (diesmal allerdings wars nicht so).
Bei uns läuft ein Mix aus Fenster und Pinguin, ein Rechner kann nur mit Obst arbeiten und muss mit eingebettet werden. Ein Chef kennt sich aus, der hat das alles auch zum Laufen gebracht. Bei größeren Problemen kommt ein Techniker, und das schnell, denn ohne funktionierende PCs/Drucker läuft in einer Arztpraxis nichts.
Fenster … Pinguin … Obst … sehr schön gesagt … 😉
Ich habe leider auch so gar keinen Sachverstand was den Lappy angeht. Ich freue mich, wenn er funktioniert und mir keine Spirenzchen startet, denn dann stünde ich schön doof da.
Ach hab ich es gut. Um solche Probleme musste ich mich nie kümmern. Es gab auch nie welche, denn seit Beginn meiner Rechnerzeit hocke ich am Mac.