Open-air-Nebenwirkungen
To get a Google translation use this link.
Am Freitag, den 14. September 2012, fand direkt vor “meinem” Haus ein Boxkampf statt. Nein, es waren sogar mehrere Boxkämpfe, wie Boxen.de vermeldete.
Nun, gleich gegenüber im neunten Stock hatte ich wegen der Bäume, die noch belaubt sind, zwar keinen freien Blick auf den Ring. Aber: Akustisch wäre ich voll dabeigewesen, wenn ich die Fenster nicht geschlossen gehalten hätte. Und doch sind die Boxer leiser gewesen als manche private Feier, die dort krakeelt wurde.
Ich wunderte und ärgerte mich aber darüber, daß die Fußwege zweireihig zugeparkt waren, obwohl auf der Straße kein Parkverbot besteht. Und die Bushaltestellen “Carl-Schorlemmer-Ring” waren ebenfalls soweit zugeparkt, daß in Richtung Heide die Busse nicht mehr an die Haltestelle fahren konnten, sondern mitten auf der Straße halten mußten. Aber von Polizei oder vom Ordnungsamt war nichts zu sehen.
Da frag ich mich doch, wer im Ordnungsamt der Stadt für die entgangenen Bußgelder verantwortlich gemacht wird? Ich zählte nämlich etwa 60 Autos, die entgegen aller Regeln der Straßenverkehrsordnung abgestellt waren. Auf den Fuß- und Radwegen, auch in den Bushaltestellen, in Kreuzungsbereichen und in Kurven.
Dabei waren im Umkreis von 200 m durchaus genügend Parkplätze frei, hätte sich der Veranstalter auch mit einem Supermarkt in weniger als 500 m Entfernung über die Nutzung des dort vorhandenen Parkplatzes einigen können …
Wahrscheinlich war das alles zu teuer.
Zu teuer zumindest für Hauptkämpfe wohl eher zweit- oder drittklassiger Faustkämpfer.
Ihr merkt schon, ich interessiere mich nicht für Boxsport. Aber wenn der Veranstalter wegen der Lärmbelästigung uns Mietern im Haus direkt gegenüber Karten zu einem Drittel des regulären Preises oder gar Freikarten zur Verfügung gestellt hätte, wären bestimmt einige hingegangen und hätten Umsatz bei der Gastronomie generiert. Sogar ich hätte mich überwunden! Leider wurde diese Chance versäumt.
Ein Regen beendete die Veranstaltung gegen 23 Uhr, doch auch um 00.00 Uhr konnte ich wegen des nicht leisen Abbaus noch kein Fenster öffnen. Da war ich nur angepißt, sauer, verärgert, wütend.
Die Polizei oder die Feuerwehr zu rufen: Das traute ich mich die ganze Zeit nicht. Obwohl – im übertragenen Sinne glaubte ich, mein Bart brennt, und ein Feuerwehreinsatz hätte vielleicht wie der Regen etwas Ruhe bringen können …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 14. September 2012 waren Gespräche im Sender (Praktikumsplatz gesichert).
© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
259 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 422 words)


Schön gemacht..ich hab gern zugehört!
Kann mir denken, das solche Veranstaltungen nicht sehr toll für die Nachbarn sind… ich hab auch gern meine Ruhe.
LG, Petra
Oh ich dann das nur zu gut nachvollziehen. Ich finde es immer schrecklich, wenn Veranstaltungen bei mir auf der Ecke sind. Ich überleg auch immer, rufe ich nun die Polizei oder nicht. Bis jetzt hab ich es immer gelassen. Ob richtig oder falsch? ich weiß es nicht. LG Gabi
Mir hat es auch sehr gefallen und bestärkt, es auch zu machen. Nicht Boxen, sondern podcasten…
(Kann sein, daß meines – es ist der darzu gedachte Testballon – sogar im Radio gesendet wird 😉
Hey stark!
Sei froh, dass Du nicht in Rhein-Main lebst, da ist das normal … Ich lese, Praktikumsplatz beim Sender? Ist das im Kontext Deiner Maßnahme zu interpretieren? Und wie lange würde das Praktikum dauern? Wäre da ein fester Job drin?
Lieber Emil, es war schön, dich zu hören. Gut gemacht, dein Beitrag. Wirklich gut.
Viel Glück und Erfolg beim Praktikum. Vielleicht wird noch viel mehr daraus.
Das wünscht die Gudrun.
Wow, du hast ja eine tolle Stimme, lieber Emil 🙂 . Wenn ich nur wüsste, wie man so was macht 🙁 .
Boxsport ist für mich kein Sport, ich kann dem nichts abgewinnen. Und das gezwungenermaßen erleben zu müssen, grauenvoll 8-O.
Ich hoffe, du kannst deine Fenster wieder bedenkenlos öffnen.
LG Anna-Lena
Wow stark! – Schade um den Bart 😉 Ich hoffe er ist nicht vollständig abgebrannt. 🙂
Da hättest Du Knöllchen verteilen können, mit deiner Kontonummer….. Wär doch mal was – eine gute Einnahmequelle wär es gewesen. Oder schnell Parkschein drucken und für 3.-€ verkaufen?
Pingback: Schäferständchen (#260) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen
Ehrlich, Boxen, dafür würde ich nicht aufstehen, um das zu sehen.
Aber sowas draußen, und dann noch im Bereich einer Haltestelle. hätte ich nicht gedacht, dass es sowas gibt.
Dein Stimme ist super!