Datenarchäologische Sensation
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Beim Stöbern in alten Unterlagen – ich bin noch immer / schon wieder dabei, einiges zu entsorgen – fiel mir eine uralte CD-R in die Hand. Nun wissen ja alle, daß diese Datenträger meist nur fünf oder zehn Jahre halten – meine CD-R scheint eine Ausnahme zu sein. Im Jahr 1996 habe ich schon Daten auf CDs gesichert, also hat diese CD bereits 16 Jahre durchgehalten. (Na, jetzt sind die Daten auf einer und nocheiner externen Festplatte gespeichert.)
Ich habe auf dieser CD unter anderem den ersten, 1995 im Oktober von mir selbst erstellten EDV-Test meiner freiberuflichen Zeit wiedergefunden. Damals unterrichtete ich “Grundlagen der Datenverarbeitung für Assistenten der Geschäftsführung”, und DOS und NOVELL und SCO UNIX waren weit verbreitet. Windoof 95 war frisch auf dem Markt, und keiner wollte es benutzen, denn mit dem Windows 3.11 hatten genügend Betriebe schlechte Erfahrungen gemacht. Hier ging es wohl nur um DOS und Novell:
- Mit welchem Befehl können Sie sich unter MS-DOS die Attribute von Dateien anzeigen lassen?
- Wie lautet der Befehl zur Ausgabe der Datei "WERTUNG.TXT"
a) auf dem Bildschirm?
b) auf dem Printer? - Geben Sie den Befehl an, mit dem Sie unter MS-DOS einen kompletten Disketteninhalt einschließlich aller Unterverzeichnisse auf die Festplatte kopieren!
- Notieren Sie die allgemeine Syntax für den Kopierbefehl!
- Unter MS-DOS gibt es genau vier Dateiattribute. Nennen Sie diese und geben Sie zu wenigstens zweien die Bedeutung an!
- Mit welchen Befehlen können Sie Dateien einen neuen Namen zuweisen?
- Wieviel Byte hat ein Kilobyte?
- Wieviel Speicherplatz belegt ein Zeichen?
- Welche drei Dateien müssen unbedingt auf einem bootfähigen Speichermedium vorhanden sein?
- Wie überprüfen Sie Ihren Status bzw. Ihre Anwesenheit im Netzwerk?
- Was bewirkt der Befehl DIR *.BAT /P ?
- Erklären Sie die Begriffe: RAM / ROM / BIOS !
- Aus welchen Komponenten setzt sich ein Computersystem zusammen?
- Wofür stehen in der Computerbranche folgende Abkürzungen: LAN / MAN / WAN ?
- Was bewirken Sie mit folgendem Befehl? md f:\home\alleuser
- Was ist ROOT?
- In welcher Datei werden im Netzwerk die für einen Benutzer definierten Laufwerkszuweisungen abgespeichert?
- Wie können Sie sich einen Überblick über die für Sie definierten Laufwerkszuordnungen verschaffen?
- Erklären Sie die Begriffe “Server” und “Client”!
- Was verstehen Sie unter TRUSTEE?
- Ab wann spricht man von einem Netzwerk?
- File-Server können dedicated bzw. non-dedicated sein. Erklären Sie, was das bedeutet!
- Erklären Sie die Begriffe “Disk-Mirroring” und “Disk-Duplexing”!
- Nennen Sie drei Vorteile eines Netzwerks!
- Wo sind Standards für Ethernet festgelegt, und worauf basieren diese?
- Wann wird sich der Einsatz eines Netzwerkes in einem Unternehmen der freien Wirtschaft rentabel gestalten? Nennen Sie mindestens zwei der wichtigsten Bedingungen!
- Nennen Sie vier wichtige Übertragungsmedien!
- Sie kennen verschiedene Netzwerk-Topologien. Nennen Sie vier Topologien (zwei davon mit Skizze)!
- Erläutern Sie eine Zugriffsmethode im Netz und nennen Sie eine weitere Zugriffsmethode!
- Stellen Sie das OSI-Modell dar!
- Nennen Sie bitte drei wichtige Netzwerk-Protokolle!
- Mit verschiedener Zusatzhardware kann ein Netzwerk segmentiert bzw. können mehrere Netzwerke gekoppelt werden. Nennen Sie fünf der gebräuchlichsten Koppelelemente!
- (Die Beantwortung dieser Frage ist freigestellt.)
Was ist und was tut ein BOOT-PROM?
Oh weh: Auf einige der Fragen könnte auch ich keine Antwort mehr geben. Aber zum Suchen nach den Antworten im Netz bin ich zu faul.
Lange Zeit ist seither vergangen. Seit 2003 unterrichte ich schon nichtmehr. Und die Zeit um 1995 herum ist zu weiten Teilen im Nebel des Grauens Vergessens verschwunden. Einige Teilnehmer diese Lehrgangs habe ich noch vor Augen, einige Namen blieben hängen. Ich weiß auch noch, daß ich zum Unterricht eine AS/400 mit dem Betriebssystem AIX und 20 sehr exclusive Wyse-Terminals (wahrscheinlich aber nur ähnlich) hatte …
Das alles ist sechzehn Jahre her. Vielleicht ein Fünftel meiner Lebensspanne. Aber in der EDV, wie die IT damals noch hieß, sind das sieben oder acht Generationen. Wißt ihr noch, was ihr 1996 an Computertechnik hattet? Das war ja noch die Vor-Internet-Zeit … ohne Gockle und Youtube und Pinterest und Twitter und Fakebock, und meine erste Mailadresse hatte ich da grad drei Jahre (meine erste GMX-Kundennummer war kleiner als 5.000). Hach ja!
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 15. Mai 2012 war der Fund im Papierkram.
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über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.
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Ja, weiß ich! – NIX!!!
Dann ist es ja kein Wunder das Du alles ComputerZeugs so gut kannst….
LG, P.
Ich bin früh mit Informatik/EDV in Kontakt gekommen. Es war ein kleiner Teil meines Studiums Mitte der 80iger Jahre. Damalls ging man noch ins Rechenzentrum und ließ das System am Rechner hochfahren. In den 90iger Jahren hatte ich die Rechner meines Bruders und meines Freundes zur Verfügung, so daß ich ca 2001 einen eigenen kaufen brauchte. Das Lernen der alten Systeme und Sprachen und das Wissen darum, macht es mir heute manchmal schwer zu akzeptieren, dass Programme vollautomatisiert und idiotensicher (Entschuldigung) auf dem Markt sind. Ich strukturiere gerne manuell nach meinen Bedürfnissen und möchte nicht unbedingt ein Mainstreamprodukt. Die Fragen oben im Text könnte ich auch nur noch z.T. beantworten.
Ohh, alles böhmische Dörfer.
Als ich in den 1980er Jahren in der Mathe-Burg studiert habe (Hallenser nennen sie wohl auch die Hunger-Villa), wurde mit ALGOL-60 programmiert. Da kamen noch so unendlich lange Lochstreifen raus und zweimal am Tag gab es einen Durchlauf.
Begehrt waren die ausgestanzten Löcher. Besser als alles käufliche Konfetti. Das klebte noch ein halbes Jahr nach Fasching auf der Kopfhaut.
Lieben Gruß Amelie
Karl-Marx-Chemtz: 1986 bis 1988 PL/1 für den ESER, Versuchsauswertung Physik mit Turbo-Pascal auf dem Z-9000, dem KC-85 oder dem PC 1715 an der TU. Erstes eigenes Betriebssysten: DR-DOS, danach NOVELL-DOS 7, dann Win95/98 parallel zu LINUXen, auf einem 286er mit Neat-Chipsatz, 2 MB RAM, 287er, 30 MB Quantum-Festplatte. Viel später Win2000 neben LINUX, seit 2006 nur noch SuSE/Fedora.
Auf Arbeit: SCO Unix System V386, NOVELL NetWare. Programmierung mit Turbo-Pascal, dBase, spezieller Interpreter für GALA usw.
Das waren noch Zeiten. Ach, ALGOL hatte ich auch mal in der Mache, wie auch FORTH und COBOL 😉
Die Zeiten ändern sich rasant. Ich bin gespannt, was noch kommt.
1996? Keine Ahnung. Ich erinnere mich an meinen ersten eigenen PC (1988) mit monochromem Monitor, 1 MB Arbeitsspeicher 40 MB Festplatte (!) und 5 1/4″ Diskettenlaufwerk, Betriebssystem DOS 3.irgendwas, Textverarbeitung Word 4.0 (noch ohne WYSIWYG) … danach kam noch sooooo viel, und das Rädchen dreht sich immer schneller.
Deinen Test oben würde ich trotzdem nicht bestehen.
Ich habe ja EDV gelernt, in Halle Neustadt 😉 das war vor ganz ganz vielen Jahren 😉 und deshalb gefällt mir dein Blog besonders gut 🙂
… man kann das ja mit früher nicht mehr vergleichen, ich habe *schon* am R 4000 gelernt und es gab auch schon Lochband und die Lochkarte war grad so am verschwinden ^^ … Ich war Bediener, Datenerfasser,Programmierer,Archivar und Arbeitsvorbereiter …. anfangs war noch die Schreibmaschine das Eingabegerät, bis dann der PC endlich kam, es war eine sehr schöne Zeit …
OMG was haben wir manchmal rumgebastelt, das alles richtig lief, von zerschossenen Wechseldatenplatten über zerknittertes Magnetband und gerissenen Lochstreifen….
Arbeit hatten wir immer genug, auch mit den Riesendruckern gab es ja immer Probleme… ich denke sehr gerne an die Zeit zurück … da habe ich wohl auch am meisten gelernt über Datenverarbeitung … war ja auch noch ganz jung 🙂
…. später habe ich dann auch noch mit EDV zu tun gehabt, da habe dbase gelernt und hatte dann meinen ersten eigenen PC am Arbeitsplatz…ganz allein für mich… das war ja so schöööön 😉 …. einige deiner Fragen konnte ich aber auch nicht mehr beantworten…. ESER kenne ich auch noch habe 89 mit der Lehre angefangen 🙂
… nur mal dazu mein erster zu Hause PC hatte eine Festplatte von sage und schreibe 2 GB 🙂 und Win 95, aber vorher hatten wir auch noch 3.11… das hatte ich mal aus Spaß auf unseren alten PC installiert mit den Haufen Disketten … das war lustig, aber haben möchte man das nie mehr 😉
… zu dumm bei unserem Umzug haben wir ausversehen meine alte PC Sammelkiste weggedonnert, da waren auch noch die großen Disketten drinnen mit den ersten *Spielen* und noch so alte Unterlagen und der ganze Kram von 3.11 und Win 95 … mmmh da ärgere ich mich jetzt noch drüber… na ja nun ist es eh zu spät …