Konsequenzen eines Blogeintrages
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Eine Seite aus einem Notizbuch, die ich zwischen 1980 (10./ 11. Klasse EOS) und 1988 geschrieben haben muß. Genauer kann ich es nicht eingrenzen, aber ab Ende 1988 hatte ich ganz sicher eine andere Handschrift.
Diese Seite paßte vorgestern zu meinem Tag wie die Faust aufs Auge – besser: die dort zu findenden Zitate taten es. Und: Diese wirkten nach. So sehr, daß ich unbedingt erfahren wollte, aus welchem Buch Christa Wolfs sie stammten. War es der “Störfall”? “Fortgesetzter Versuch”? “Lesen und Schreiben”? “Kassandra” oder “Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra”? “Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht”? “Die Dimension des Autors”?
Mir deucht, es wäre eine der eher essayistischen Sachen gewesen. Aber ich weiß es eben nicht. Und: Ich will es (wieder) wissen.
Aus diesem Grunde führte mich mein Weg gestern in die durchaus recht vernünftig ausgestattete Stadtbibliothek von Halle (Saale). Was soll ich sagen, nach gut 20 Minuten hatte ich genügend Lesestoff für die nächsten Wochen. Nicht zuviel, aber doch ein Dutzend Bücher, die im Regal keineswegs nebeneinander standen, sondern recht weit verstreut zusammengesucht wurden.
- Meine Ausbeute:
- Christa Wolf: Was bleibt. ISBN 3-351-01797-9. (Auf dem Heimweg zur Hälfte gelesen.)
- Christa Wolf: Hierzulande Andernorts. ISBN 3-423-12854-2
- (Hrsg.) H. Vinke: Akteneinsicht Christa Wolf. Zerrspiegel und Dialog. ISBN-3630-86814-2
- Christa Wolf: Ein Tag im Jahr. 1960 – 2000. ISBN 3-630-87149-6
- Christa Wolf: Essays / Gespräche / Reden / Briefe 1959 – 1974. ISBN 3-630-87049-X
- Christa Wolf. Ein Arbeitsbuch. Studien, Dokumente, Bibliographie. ISBN 3-630-86730-8
- Christa Wolf, Anna Seghers. Das dicht besetzte Leben. ISBN 3-7466-1424-4
- Anna Seghers: Das siebte Kreuz. ISBN 3-7466-5151-4
- Anna Seghers: Transit. ISBN 3-7466-5153-0
- Anna Seghers: Jans muß sterben. Erzählungen. ISBN 3-351-03499-7
- und von Gabriel Barylli den “Honigmond” und das “Butterbrot”
Seghers wollte ich ja schon lange wiedereinmal in die Hand nehmen, und den Barylli mag ich auch. Aber zunächst oder hauptsächlich werde ich mich wohl auf die Wolf stürzen um herauszufinden, aus welchem Buch diese beiden Zitate stammen.
Wie ich oben anmerkte, habe ich “Was bleibt” in den 30 Minuten schon zur Hälfte gelesen, ich habe dieses Buch ja nicht zum ersten Mal in der Hand. Und wie schon früher finde ich es noch heute verwirrend, weil mit jeder Seite Erinnerungen an mein Leben in der DDR zurückkommen, weil ich selbst einige Dinge, die Christa Wolf beschreibt, auch erlebt habe.
Genug geschrieben. Jetzt lese ich “Was bleibt” zuende, und danach ist Schlafenszeit.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 25. Juli 2011 war, daß ich das gestern im Netz gesuchte und bei ZVAB gefundene Buch direkt im Buchladen bestellt habe und es heute schon abholen kann.
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Schlaf gut, bin auch total platt !!
Von Christa Wolf kenne ich (noch) gar nichts, aber ich kann gut nachvollziehen, eine Bücherei oder Buchhandlung mit einem Arm voller Bücher und dem Gefühl, reiche Beute gemacht zu haben zu verlassen und voller Vorfreude auf die bevorstehenden Vergnügungen zu sein.
Mein Abituraufsatz 1982 thematisierte die Zerrissenheit von Menschen meiner Zeit anhand ihres Buches „Kein Ort. Nirgends.“ (Dieses Büchlein war meine Einstiegsdroge sozusagen). Weil ich Partei ergriff für jemand, der Biermann-Texte (nach dessen Ausweisung) in der DDR verbreitet, hatte ich das Thema verfehlt; mein Deutsch reichte allerdings in Rechtschreibung und Grammatik aus für eine Gesamt-Vier (und bei uns gab es nur 1-5).
Ähnliche Erfahrungen habe ich 1964 bei meinem Deutsch-Abi auch gemacht. Und die mündliche mit Thomas Manns „Mario und der Zauberer“ war noch brisanter.
Hättest du die Zitate nicht g..ln können – so wie man auch die Guttenberg-Stellen gefunden hat?
Ich habe auch mit ixquick, metager und metager2 gesucht. Ohne echtes Ergebnis. Außerdem: Dann fehlte mir der Lesespaß 😉
Lieber Emil, ich bin immer beeindruckt was du immer so machst, respekt! 😉 einen schönen tag die steff
Liebe Steff, mit irgendwas muß ich die Zeit doch totschlagen!? Und der Schreiber in mir braucht neuen Stoff …
Vergiss aber nicht zu bloggen! Bei soviel Lesestoff. Ich mag Christa Wolf ja nicht, dafür Anna Seghers um so mehr. Zum Glück gab es ja aber auch schon früher, als noch nicht jeder der Deutschen Rechtschreibung mächtige meinte, ein Buch über Vampire oder Zeitreisen schreiben zu müssen und somit den Markt überschüttete mit wirklich schaurigem Geschreibsel, genug wirkliche Autoren, um die verschiedenen Geschmäcker zu bedienen.
Hallo Geertje, fehlt in Deinem Kommentar vieleicht ein «nichteinmal»? *lach* Und nebenbei muß ich gestehen, daß ich – im Gegensatz zur Musik, bei der ich eine absolute Abneigung gegen Dieter Bohlen habe – noch keinen echten Haß-Autoren kenne, dessen Bücher ich wirklich nie in die Hand nehmen würde. Okay, abgesehen von Dieter Bohlen …
Und auch durch das Lesen füttere ich meinen Schreibgenerator, also werd ich das Bloggen nicht vergessen.
Nun ich hasse Christa Wolf nicht, das ist klar.
Aber doch, neuerdings habe ich Hassautoren. Dan Brown beispielsweise. Ich dachte, wenn den alle lesen, musst Du auch mal. Und dann hat mir mal jemand alle 5 oder wieviel Bände einer Diana Gabaldan oder so geschenkt. GRUSEL!!! Ließ sich aber gut bei ebay verkaufen. Aber nie wieder kommt mir einer der beiden unter die Lesebrille!
So erfolgreich die auch sein mögen! Aber eigentlich meine ich jene, die auf irgendwelche Erfolgszüge aufspringen und nacc den Erfolgen von Harry Potter plötzlich alle irgendwelchen Phantasiewulst von sich geben
Ich muss gestehen, dass ich von Christa Wolf bislang nur ein Buch gelesen hab: „Ein Tag im Jahr“, das hab ich mal zum Geburtstag geschenkt bekommen. Es hat mich irgendwie sehr aufgewühlt, ob es an ihrem Stil liegt oder aber den Geschehnissen, die sie dokumentiert, oder an beidem…
“EinTag im Jahr” fange ich nachher an, denn das fehlt mir in der Sammlung noch. Schwierig finde ich nach erster Sichtung die “Akteneinsicht”, aber mit der kann ich mich ja ein wenig auf meine eigene Akte einstimmen, von der ich sicher annehme, daß sie existiert (Einsicht vorige Woche beantragt).
Allerdings ist die hinter “Ein tag im Jahr”, schon 1935 von Maxim Gorki als “Ein Tag der Welt” entwickelte Idee irgendwie faszinierend …
Na, dann vielSpaß beim Lesen!
Unterwegs hab ich heute das “Butterbrot” von Gabriel Barylli verschlungen. (Oh, das war mir wie aus der Seele geschrieben an manchen Stellen …)
deine Handschrift von damals gefällt mir, gerade für einen jungen Mann doch erstaunlich ausgefeilt ^^
Nun, damals wurde noch eine ordentliche Schrift in der Schule gelernt und man schrieb fas alles noch mit der Hand, so daß genügend Übung für eine flüssige, gefällige Handschrift sorgte. Zum Ende meines Studiums (das ich 1988 abbrechen mußte) sah die eben schon ganz anders aus, mehr auf Viel- und Schnellschreiben eingerichtet.
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