Mode, gesellschaftsfähig (Nº 159 #oneaday)

Das «Kleine Schwarze»

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Dem einen oder anderen Leser dürfte ja schon aufgefallen sein, daß ich mitunter etwas sonderbar bin. So ein «Kleines Schwarzes» zu besitzen war lange Zeit mein Traum …

Immer mal wieder hatte ich Ausschau gehalten danach. Es sollte allerdings bitte auch zu mir passen und mir passen. Zu anspruchsvoll bin ich bestimmt nicht. Ich habe im Allgemeinen eine grobe Vorstellung vom Gesuchten. Nur ein oder zwei Eigenschaften müssen genau meinen Vorstellungen entsprechen, damit etwas in den Kreis der engeren Auswahl kommt.

So war es auch mit meinem «Kleinen Schwarzen». Von Zeit zu Zeit habe ich mal eines gesehen, das meinen Vorstellungen entsprach. Es waren welche dabei, die viel zu teuer waren. Trotzdem habe ich einige auch anprobiert, nur um mir das Tragegefühl für einen kurzen Moment zu gönnen. Einige gab es dann doch nicht in der von mir benötigten Größe.

Einige «Kleine Schwarze» – vor allem in Fernost hergestellte – waren von unterirdischer Qualität. Eines aus Japan war viel zu teuer, wie auch die französichen und italienischen Modelle.

Doch dann, im Oktober 2010 fand ich endlich eines. Und was für eines! Matt glänzend, (fast) ideal passend (etwas länger hätte es sein können). Und wie es sich anfühlte! Sogar der Preis war wirklich gut.

Und dann hatte ich für mein «Kleines Schwarzes» auch schnell entsprechende Kosenamen … Es verging kaum ein Tag, an dem ich es nicht wenigstens einmal prüfend in die Hand nahm.

Gestern nun habe ich mich von ihm getrennt. Mein «Kleines Schwarzes», mein analoger USB-Stick, mein Notizbüchlein ist a) fast voll und b) wirklich kaputt. Schade.

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Seinen Platz nimmt nun ein neues ein – ich hatte mir damals 4 Stück für je einen Euro gekauft. Auch das neue «Kleine Schwarze» wird mich tagtäglich begleiten. Die meisten hier erscheinenden Texte werden zuerst in ihm notiert – und vieles andere auch.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Mode, gesellschaftsfähig (Nº 159 #oneaday)

  1. Ars Somniandi sagt:

    Nun ja, kann man denn noch ernsthaft davon reden, dass man als Besitzer eines solchen „Kleinen Schwarzen“ (auch ich habe eines; allerdings die englische Variante – zwar leicht teurer; aber dann ernähre ich mich mal ein, zwei Tage von Luft, dann passt das auch wieder…) heute noch gesellschaftsfähig ist? Ich meine, man wird doch eigentlich nur noch belächelt und mitleidig angeschaut, wenn man kein iPod, iPhone, Blackberry, HTC, Android-Mega-Tablet oder wenigstens schnödes Handy mit 15 MP-Kamera und Spracherkennung aus der kleinen schwarzen Hosen- bzw. Jackentasche holt. Es rümpfen sich doch die Nasen, dass die Geräuschkulisse die Lärmschutzverordnung auf den Trapez ruft, wenn man eine analoges Gerät dieser Klasse und dieses Formats auf den Tisch legt und auch noch mit Utensilien zu schreiben beginnt, bei denen jeder PEN-Sympathisant zwar in die Luft springen würde, aber der gemeine PEN-Penetrant doch eher abschätzig die Pupillen bewegt um die Leere anzuvisieren, die sich hinter seinem Elektro-Bruder verbirgt…

    Das „Kleine Schwarze“ muss und wird(!) noch lange (über)leben; denn das Kernproblem der digitalen Welt, die Abhänggigkeit vom Strom wird auf Dauer durch nichts gelöst werde können. Das „Kleine Schwarze“ kann überall mit hin; hält (fast) jedem Druck stand, kann Sonne auf sich ziehen, so viel es mag und ist dennoch immer im rechten Farbsprektrum verortete….

    Gern gelesen; hat mich zu Gedanken und zum Denken angeregt.

    • der_emil sagt:

      Oh, ich habe mir in besseren Zeiten durchaus auch die richtigen Schreibgeräte gekauf (kein Mont…, aber gute, wirklich gute Pelikane). Nur in einem so kleinen Büchlein brauch ich extrem schmale Linien, die ich mit den Kolbenfüllfederhaltern nicht hinbekomme.

      Von der englisch klingenden Firma (Das Notizbuch von Hemingway?) sind seit 5 Jahren meine Kalender …

  2. gisi sagt:

    das kleine schwarze, normal trage ich es nur zu besonderen anlässen,
    nur was sind besondere anlässe,
    besonders ist doch nicht die hülle, sondern das
    was drinn steckt!

    danke, für diesen blog!

  3. steff adams sagt:

    was für ein schöner Umschlag. einen schönen guten Morgen lieber Emil, die Steff

  4. puzzle sagt:

    *kicher* ich erinnere mich, einige frühe Jahre auf Exemplare mit bunter chinesischer Seide gestanden zu haben, die noch jahrelang später nach „3-Welt-Laden“ roch, und die zu jedem Anlass dabei waren; sie waren schön saugfähig für Tinte, so daß man nicht lange warten mußte, bevor man das Büchlein wieder schließen konnte.

    • der_emil sagt:

      Ja die vielleicht gut aus, fallen aber noch schneller auseinander und sind mir zu saugfähig gewesen. Aberausschlaggebend war dann wirklich die Farbe: Schwarz mußte es sein, und unliniert. Und es muß in eine Hosentasche passen.

  5. nextkabinett sagt:

    Aber weggeworfen wird es doch hoffentlich nicht, auch wenn es aus dem Leim gegangen ist? Hast Du ein Futteral für Deine vollgetinteten kleinen Schwarzen? Eine Black Box vielleicht?

    Ansonsten schließe ich mich Gisi und Ars Somniandi an, ein wirklich schöner Artikel.

  6. Gudrun sagt:

    Du hast eine wirklich schöne Handschrift, lieber Emil. Und wenn ich mich mal von meinen Federn und Tinten trennen sollte, bekommst sie du.
    Ich habe nichts gegen iPods und Co., und ich bin auch noch nie schräg angesehen worden, wenn ich meinen Block gezückt habe, weil ich eine Idee festhalten wollte. Es muss eben jeder seinen Stiefel finden, oder das kleine Schwarze, oder …

    Einen Gruß aus dem Spiinnstübchen

  7. fudelchen sagt:

    Dein kleines schwarzes gefällt mir, habe ich in einer anderen Farbe, aber nicht für die Hosentasche, eher für die Handtasche und neben dem PC brauch ich so etwas auch immer.

    GLG Marianne ♥

  8. twixraider sagt:

    Rot ist das neue Schwarz:
    http://namazueshirt.wordpress.com/
    Und japanisch ist es auch!

  9. der_emil sagt:

    Ja, weil ich doch vorhin schon anmerkte, daß meine Notizbücher nicht verlorengehen werden:

    Als ich mal wieder am Fenster stand und aus dem 9. Stock geblickt habe, notierte ich nebenbei meine sehr ungeordneten Gedanken zu Aufhebenswertem.

  10. freidenkerin sagt:

    Ich hab‘ kurz vor Weihnachten ein ganz kleines, nobles Notizbüchlein mit einem rotgoldenen Einband bei einer Art Wichtel-Lotterie erstanden. Zu der Zeit befand ich mich seelisch und moralisch in einem ganz, ganz tiefen, schwarzen Loch – und irgendwie hat mich der Besitz dieses Büchleins da wieder heraus geholt…

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