Meise (Nº 152 #oneaday)

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Am Sonntagmorgen lag sie auf dem Fußweg vor mir. Eine kleine Meise.

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Sie sah so lebendig aus, war auch noch ganz warm in meiner Hand. Aber sie atmete nicht mehr, und ich spürte auch nicht ihr kleines Herz schlagen, als ich sie auf meine Hand nahm.

Ist sie von alleine aus dem Nest gefallen und konnte noch nicht fliegen? Ist sie gegen eine Scheibe geflogen und hat sich das Genick gebrochen dabei?

Hätte ich ein Schaufelchen dabeigehabt, wäre ich wohl um die Ecke gegangen und hätte sie am Saaleufer begraben. So allerdings konnte ich sie nur wieder auf den Fußweg legen …

Aber auch ich kann nicht alle Tiere und Pflanzen retten – und ich möchte nicht wissen, was mit ihr weiter geschah …

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Meise (Nº 152 #oneaday)

  1. fudelchen sagt:

    🙁 Schade, dabei schaut sie auf dem einen Foto noch ganz lebendig aus.

    So ein hübscher Vogel.

    GLG Marianne ♥

  2. gisi sagt:

    hm, ich saß im wohnzimmer und plötzlich
    machte es peng an meiner fensterscheibe, ich bin vor schreck aufgesprungen,
    eine drossel lag auf meiner terrasse, ich hätte weinen können,
    wo doch nun so viele vögelchen auf futter warten, kaum aus dem ei geschlüpft,
    hungrig sind um zu wachsen…ich habe sie begraben in meinem garten,
    ein blümchen dazu gepflanzt, ob wohl der partner dieses vögelchens mich beobachtet und geweint hat weiß ich nicht, ich fand’s voll traurig, alleine der gedanke daran! :((

  3. bauchundnase sagt:

    Oh wie traurig.
    Hoffentlich war es nur eine junge Meise und kein fütterndes Elterntier. So wie sie aussieht, wird sie wohl gegen eine Scheibe geflogen sein.

  4. Follygirl sagt:

    Ich hätte ihn, wenn schon nicht beerdigt, doch wenigsten etwas abseits hingelegt… Mache ich eigentlich immer, halte an, nehme die Toten von der Straße… damit sie nicht plattgefahren werden… hat was mit Respekt für mich zu tun.
    LG, Petra

    • der_emil sagt:

      Also ich hab schon darauf geachtet, daß da keiner drauflatschen oder drüberfahren muß. Zwischen einem Bäumchen und einem Anschlußkasten, direkt unter der durch den Zaun hindurchwachsenden Hecke.

  5. puzzle sagt:

    Seltsam, daß einen so etwas rührt, da wir andererseits vielleicht gerade eine nichtvegetarische Mahlzeit hatten, aber mir geht es auch so. Als Kind haben wir andauernd Mäuse und Vögel beerdigt – ich glaube, es ist eine notwendige Auseinandersetzung mit Sterblichkeit.
    Genauso wie ein gewisses Unbehagen beim Anblick extremverunglückter Igel, Hasen oder Katzen auf der Straße … da wird kaum einer aussteigen um sie beiseitezutragen, aber extra die Fahrspur so zu richten, daß man sie nicht trifft, das tun wohl die meisten. Da ist es wahrscheinlich doch eher eine Sache der personifizierenden Vorstellungen.
    Die Meise ist ein erwachsenes, voll flugfähiges, kein Jungtier: die Schwanzfedern sind bereits auf ihre fertige Länge gewachsen und der Schnabel hat keinen verdickten, gelben „Bettelrand“ mehr, der Färbung nach ist es ein ausgewachsenes Kohlmeisenweibchen.

    • der_emil sagt:

      Ich hab ja noch mehr Bilder, die nicht ganz so gelungen sind – etwas Bettelrand ist noch da (z.B. Meise 3). Vielleicht doch ein Schlupf aus diesem Frühjahr? Weil: ein Muttertier würde ja noch noch mehr Grund für Mitleiden liefern …

  6. kreadiv sagt:

    Ich kann es Dir nachfühlen, wie es Dir ergangen ist.
    Wir hatten mal einen einäugigen Hasen auf dem Nebengrundstück, der sah schrecklich aus und war wohl dem Tode geweiht. Und ich hatte mal einen (bepflanzten) Blumentopf mit Weidengeflecht, da hatten sich Vögel ein Nest drin gebaut, was allerdings keiner bemerkt hatte. Beim Gießen flatterte ein Vogel auf… das tat mir unendlich leid. Die Eier blieben zurück.
    Herzlichen Gruß
    Andrea

  7. Ilona Form sagt:

    Moin Emil, ich hab schon Menschen gesehen,die fanden einen toten Vogel, gaben ihm einen Tritt damit er ins Gras klatschte. Ohh man hab ich mich aufgeregt.

    Wir haben im Garten Igel, Häschen und junge Vögel (sogar einen Raubvogel). Unsere Hunde sind so abgerichtet, die tun diesen Tieren garnichts. Haben auch damals unseren 5 Hühnern nichts getan.

    Arme Meise,macht mich traurig…….
    Grüsse von Illo.*****

  8. zeitreisen sagt:

    Schade, da arme Tierchen, aber das ist der Lauf der Natur. 🙁
    Es kann aber auch von einem jungen Kuckuck aus dem Nest geworfen worden sein.

  9. Pingback: Themenwochenthema (Nº167 #oneaday) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

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