303–2024: Mittwochskolumne

Laßt den Schafen ihre Weiden!

To get a Google translation use this link.

 

 

Sie haben bestimmt selbst mitbekommen, was am letzten Wochen­ende mehreren Wanderschäferinnen und ihren Tieren geschah? Was? Nein? Ja, wo leben Sie denn? Ach, Sie hören und sehen aus­schließlich Öffentlich-Rechtliche, vor allem 3sat und arte, weil die bald abgeschafft werden sollen? Also ich seh die ja aus Prinzip nicht – dort habe ich nämlich noch nie einen der endgeilen Actionfilme und Thriller gesehen.

Ach ja, die Schäferinnen. Als die mit ihren Herden auf dem Weg zu einer neuen Weide unterwegs waren, wurden sie von von Auto­fah­rern angehupt und beschimpft. Was suchen Schafe auch auf den Straßen? Die behindern nur den Verkehr! Einige der Wütenden ver­suchten sogar, mit ihren Autos die Schafe einfach von der Straße zu schieben. Daß bei der Reaktion der Schäferin, die ihre Tiere vor Verletzungen schützen wollte, der linke Außenspiegel des Blech­panzers zu Bruch ging, war nicht beabsichtigt. Aber dennoch gab es eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung.

Verstörend nur, daß das laut Nachrichten an fünf Orten gleichzeitig identisch geschah. Aus der Politik kam dann natürlich auch gleich der „notwendige” Hinweis: Schafe sollen ab sofort wie Schweine, Hühner und Kühe ausschließlich im Stall gehalten werden; und außer­dem wäre die Zucht von Milch-, Mast- und Wollschafen doch sowieso viel wirtschaftlicher zu betreiben als es diese Wander­wei­de­sache je sein könnte. Und Schafe gehören nun einmal absolut nicht auf die Straßen.

Dabei waren die Tiere nur von einer Weide zur nächsten Weide unterwegs. Sie fressen dort nicht nur, sie betreiben notwendige Landschaftspflege mit Bodenverdichtung u. v. a. m. Die Herden der Wanderschäferinnen arbeiten für uns, für die Landschaft und die Natur.

Stallhaltung?! Laßt den Schafen ihre Weiden.

(R. Pel.)

 

 

Das erste Werk der am 20. Oktober vorgestellten Figur, das ich hier zeigen kann. Was meint ihr, muß ich ihr einen Namen und ein Geschlecht zuschreiben? Was, wenn – naja, es könnte jemand sein, der nur unter Pseudonym veröffentlicht. Könnte ich je erfahren, welche „reale” Person sich verbärge hinter diesem Pseudonym?

 

Erinnerung des Tages:
Ich wohnte einmal für kurze Zeit in einer Wohnung, deren Tür fast komplett aus Glas war.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 29. Oktober 2024 mit bisher ungehörter Musik, mit dem überstandenen Einbau der neuen Wohnugstür (brandschutzgerecht, aber mit beschissenem Schließmecha­nis­mus), mit Nudeln mit Pesto Calabrese.

© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2024, Geschriebenes, Miniatur, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert