Ein Halbsatz zum Leben, gehört in der Funkenkutsche.
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Ihr kenn das doch auch, wenn jemand aufgebracht oder verzweifelt sagt: „Du hast ja keine Ahnung vom Leben!” Dann halte ich kurz inne und glaube, die Person hat wenigstens zum Teil recht. Denn von deren Leben habe ich höchstens eine (sehr) vage Ahnung – passiert es doch oft genug, daß ich an meinem eigenen beinahe verzweifle, weil ich schon davon „keine Ahnung” habe. Soll ich aber sogar keine Ahnung haben vom „wirklichen/richtigen/realen/normalen” Leben – gar noch von „dem da draußen” –, dann gebe ich Hopfen und Malz verloren und finde mich verstummend damit ab, daß ein weiteres Gespräch nicht fruchten wird.
In der Tram wurde weitergeredet; was und wie konnte ich nicht hören, denn ich mußte aussteigen.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Drei große blaue Säcke mit viel zu lange aufgehobenem Zeug (Papier und Krimskrams) gab ich in die Mülltonne.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 1. Mai 2024 mit meiner Hibbeligkeit wegen eines Teddybärs, mit meinem Mut zum Wegwerfen.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

