Die unvermeidliche Frage nach dem “Warum denn nicht?”
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Eine Nacht im Atelier, einen Nachmittag Vorfreude auf und Freude über Ankommende. Im Hintergrund ein paar andere Gedanken und dann noch die Sorge um eine Nachzüglerin, eine Erwartetseiende. Wie wenig das Menschen noch sind, erwartet, stelle ich für mich fest. Oh, Erwartungen an Menschen, andere Menschen noch dazu, gibt es viele. Aber einen Menschen erwarten, einen noch nie von Angesicht zu Angesicht gesehenen Menschen erwarten, ohne Erwartungen an diesen zu haben und an das, was dieser Mensch denn zu machen und wie dieser Mensch zu sein hat … Und dann paßten alle und alles, jedenfalls für mich, in mir, in meinem Empfinden. Weil alle sind. Einfach “nur” sind. Ich auch. (Obwohl ich mir ab und zu als Außenseiter vorkam, so nur für mich, ganz tief unter allen anderen Eindrücken, was ich dann doch gut handhaben konnte.) Dann eine Nacht draußen im Zelt, es regnete. Aber das störte mich nur wenig. Und geschlafen habe ich ausnehmend gut. Selbst der Morgen, an dem ich als Letzter aus dem Zelt kroch, war in einer für mich großen Runde an einem Tisch ein guter Morgen. Denn da war ein Sein, einfach nur ein Sein, kein Dieses-Sein und Jene-Sein und Der-da-Sein.
Es war einfach so ein Sein eben. Ein So-Sein. Eine wundervolle Erfahrung. Die Feststellung, daß das nur so selten in meinem Leben vorkommt, aber eben so sein darf und ich es gern öfter so hätte und es eben nicht habe. Und vor mir steht sie, die beinahe unvermeidliche Frage: “Warum denn nicht?”
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 08.09.2019 waren positiv das späte Frühstück zu vielen, Miteinanderreden ohne das übliche Taktieren und Manövrieren, ein ganz ruhiger Ausklang der schönen Zeit.
Die Tageskarte für morgen ist das As der Kelche.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Es war sehr schön, Dich mal live kennengelernt zu haben. Gesicht und Stimme kanne ich ja schon von Blog und dem Buchfink. Und die Person passte genau. Wie fein! Ganz entspannt war es, wechselnde kleinere und größere Grüppchen oder auch mal alleine an der Feuerschale. Jeder und jede durfte nach Gusto. Schön! Auf, dass eine gute Heimfahrt das Wochenende beschließen möge.
Danke, das kann ich Dir alles 1:1 zurückgeben und ein, zwei oder viele Dankeschöns mehr.
ja, einfach sein…*Lächel
einfach jetzt und irgendwann
LG
Eine sehr feine, dichte und persönliche Beschreibung, die ich so unterschreiben kann. Danke für die Initialisierung.
Gute Heimreise!
Oh. Vielen Dank, für alles, wie Du weißt. Schlaft gut.
Oh Emil, genau diese Worte, diese Empfindungen, die Du beschreibst, genau das und so. Alles, sogar das in Klammern gesetzte. Danke für diese Worte, die ich so nicht zu schreiben vermocht hätte, obwohl ich es genauso erlebte. Danke! (Für alles, Du weißt schon…)
P.s.: Die letzte, die den Weg aus ihrem Zelt fand, war ich. 😉
P.P.S.: Oh nein. Denn Du warst die erste, die es aus einem Tarp schaffte! Jawohl. Erste.
Das übrigens ist gerade aus Deiner Tastatur ein für mich sehr besonderes Danke, wie Du weißt.
(Hach!)
Das liest sich gut, denn ich spüre Ruhe und Zuversicht. Ich glaube, das braucht man dringend und kann glücklich sein, wenn man es denn mal hat. Ach, lass es noch lange nachklingen.
Ja, Gudrun, davon bräuchte ich öfter mal. Und das Aus-Der-Zeit-Fallen, einfach mal nicht auf die Uhrzeit achten, war so befreiend.