Ultreïa! Tag 2 in Bildern
Nachdem ich um acht erwachte und diesen Blick auf das Gebälk der Pilgerscheune hatte (mit Geländern und Treppen und Lampen und sich bewegenden anderen Menschen):
nachdem ich das Email-Schild an der Innenseite der Tür zum Pilgerwaschraum entdeckte, das da verspricht “Alle Sünder willkommen!”
nachdem ich die Arnsdorfer Kirche besuchte, die hier zwischen Pfarrhaus (links) und Pilgerscheune (rechts) mit ihrem Turm zu sehen ist:
nachdem ich an Windgeneratoren mit Namen wie “Flotte Lotte” und “Drehrumbum” vorbeilief, bis zu einer echten Dorfkirche in Melaune (und es war eine echte Dorfkirche, denn auch in ihr war die Luft erfüllt vom Duft der naheliegenden Schweinemastanlage), die ganz in Weiß gehalten ist und einen Kanzelaltar hat, wie hier zu sehen ist:
nachdem der von mir gesuchte Laden in Tetta geschlossen ist, wie mir auf Nachfrage gesagt wurde, so daß ich nicht in die Kirche Tetta ging, sondern nach Buchholz, wo meine Füße mir rieten, die hiesige Pilgerherberge aufzusuchen; die in diesem alten Schulgebäude mit winzigen Rundgaubenfensterchen im Ziegeldach zu finden ist:
und nachdem ich dort diesen Luxus eines Zweibettzimmers fand mit Gebälk, uraltem Fenster, Bett mit Kissen und Laken, Tisch mit Sessel und Holzdielung, alles in freundlichem hellem Holzton:
nachdem ich die dritte Kirche besuchte, nämlich die gleich gegenüber der Herberge zu findende Dorfkirche Buchholz, die farbenprächtig dekoriert ist und von der hier Altar(raum), Kanzel und Kronleuchter zu sehen sind:
nachdem ich mir in den Patronatslogenräumen eine Ausstellung ansah, die vom Christlichen Kulturverein Tenne e.V. erzählt, der die Pilgerherberge hier betreibt, und wo ich dieses wunderbare farbenfrohe Bleiglasfenster fand:
nachdem ich beim Gang aus der Kirche heraus auf diese Schiefertafel stieß, deren Inschrift “Hör auf das, was Du weißt, statt auf das, was Du fürchtest.” (Richard Bach) gerade so aktuell für mich ist:
war ich duschen, hab gegessen und wollte bloggen und Bilder sortieren. Dabei fiel mir auf, daß meine Kamera verschwunden war, die ich nur in der Kirche hatte liegenlassen können, wo ich sie dann zwei Stunden nach dem Besuch dort auch wiederfand – Danke dafür! –, so daß ich dann Bilder sortieren und aufbereiten konnte und jetzt um 22 Uhr euch alle mit dieser Bilderflut bedenken kann, ehe ich viel zu früh für meine Gewohnheiten im Bett (!) verschwinden kann.
Der Verfasser des Blogs pilgert morgen weiter und dankt für’s Lesen.
© 2016 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).











Mag ich. Wie du schreibst. Da fühle ich dein Angekommensein im Reisen irgendwie.
Schlaf gut und erhol dich.
…. danke dir für diesen wunderbaren Bild-Bericht ….
Segen!
M.M.
Wer hätte das vor ein, zwei Jahren gedacht, lieber Emil. Du bist über mehr als einen Schatten gesprungen. Man denke nur an Brücken. Ich bewundere dich und freue mich über jeden Bericht.
Herzliche Grüße schickt Elvira
so klasse fotos. und ein genialer bericht. obwohl mir ja fast das herz stehen blieb, als deine kamera verschwand.
herrlich geschlafen hast du, das glaube ich aufs wort!
Es waren aber auch nur 10 km an diesem Tag. Heute bin ich schon weiter …
also 10km sind genau die strecke, die ich ins büro radele. wenn ich mir vorstelle, ich sollte das laufen …
du bist gut! <3