Wenns off Weihnachtn zugieht
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Nauf’n Schrank geklaattert bie iech mit dr Lettr, hob ne Weihnachtskarton runnergehult. Maanneln und Haisle aus de klenn Kartons genumme, ausgewicklt un eweng ohgestaabt. Zeich zammgesetzt. Noochert aah noch off senn Platz gestellt. In de Faanstr stinne de Schwibbugn un lechtn, wos de Laample haargaabn.
Aah menn Adventsstern hob iech zammgesteckt. Bei esu en Herrnhuter is dos garnet esu aafach. Mr mecht und muß daamisch aufpassn, dos alle Steech vun de Zackn geleich ieborenannerlieng. Un wenn mr’sch drwerng kah, noochert solltn se alle noch ubn zeign, de Schlitzer, dos enn dos Licht net gaaling blendn tut. Ne Griebl hob iech fei aah aufgehängt – un aah emol kurz! eigeschaltn, iech wollt ja fei schu wissn, eb’r ebbor emende net haall werd un de Birr ausgewaachslt waarn muß.
Oder naa, es hot allis sei Ordning. De altn un de neigekaaftn Weihrichkaarzle dampfn un rieng gut wie gedsmol. Un dohierde hob iech aah schu allis of Advent ümgestellt – oder dos saaht ihr ja saalbr. Nu faahlt draußn noch eweng Schnee …
Gednfalls isses bei mir itze raacht weihnachlich wurdn. När de klaane Blaachperemett aus DDR-Zeitn, die benn Drehe esu klimpern tut, die hot noch kenn gutn Platz un is aah noch net geloffn. Un morgn frieh gibts Speckelatius nei’n Kaffee geditscht. Schie werds waarn.
Das “aa” im Schriftbild steht für einen – soweit ich weiß nur – erzgebirgischen Selbstlaut, der zwischen A und E liegt: Kieferöffnung und Mundbreite liegen genau zwischen diesen beiden Vokalen.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 24. November 2015 war die (fast) fertige Dekoration.
Tageskarte 2015-11-25: Der König der Schwerter.
© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Schie haasd’s dir machd.
So man denn einen Dialekt hat und nicht nur mit Hochdeutsch aufgewachsen ist und villeicht örtlichem Sprachklang!
Siehste, und scon sitz ich im Benennungszweifel: Ist Dialekt vielleicht „nur“ ein örtlicher Sprachklang und ich hätte hier durchweg von Mundart sprechen sollen?
schön auch deine Dialekterklärung unten … man muss es schon laut lesen, wenigstens als Nichtsächsin 😉 eijo un de Schnää, isch sach nur: massig 😉
Es ist mit diesem „aa“ wirklich wie verhext …
Nun ja, das Weihnachtsding ist nicht so meins, nimms nicht persönlich, wenn ich mich demnächst ein wenig rarer mache, gäll?!
Aber: Das weiß ich doch …
Spät jefunden, aba allaerste Sahne! Ick würd‘ ja ooch jerne in meene Mundart kritzeln, wert isset allemal. So jesehen wünsch‘ ick ’ne frohe Nacht mit’m Weih davor aus’m fernen Japanistan…
Das liest sich ja wie Berlinern?
Gibt es solche Mundart auch in Japan, also so richtig breiten Dialekt?