Kein schlechtes Gewissen dabei?
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Wer sich heutzutage einmal nicht (an-)treiben läßt von allen möglichen und unmöglichen Dingen und Terminen, der wird schnell der Faulheit bezichtigt. Sich durchs Leben treiben zu lassen wie durch einen großen, trägen, sanften Fluß, ruft die Neider auf den Plan.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 6. Juli 2014 waren das besiegte Chaos, das Ende einer überlangen Arbeitswoche mit 7 ½ Schichten.
Tageskarte 2014-07-07: Die Zehn der Münzen.
© 2014 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Emil ich denke, dass es auch sehr viele Menschen gibt,
die gar nicht zur Ruhe kommen wollen …
aus den verschiedensten Gründen … will jetzt nicht näher darauf eingehen.
Segen sei mit dir!
HERZ-lichst
M.M.
Auf sich selbst zurückgeworfen sein, weil gade keine Pflicht oder Arbeit ruft, kann auch erschreckend sein, so leer wie die Leben heutzutage von lauter Konsum- und Geldgier sind.
„Schlendern ist Luxus“ (Ulla Meinecke)
Oouuuuh, das ist laaaaange her 😉
Täglich benötige ich mehr oder weniger heftig viel Nichtstuzeit! Einfach nur sitzen, liegen oder bisschen flanieren, am besten in der Natur. Noch nie fühlte ich mich darum beneidet. Die gehetzten Menschen wollen es nicht anders! Und ich fühle mich nur durch meine tägliche Urlaubszeit so richtig gut! Man muss halt gegen seine inneren Antreiber vorgehen…
Dazu geht mir gerade ganz, ganz viel durch den Kopf. Rentner oder nicht, ALG II oder nicht, finanziell abgesichert oder nicht, frei oder gezwungen, gesund oder krank oder oder oder …
Wer mit seinem „Treibholz“-Leben zufrieden ist, wird oft scheel angesehen, weil ohne Arbeit hat das Leben doch keinen SInn, da ist kein Ziel usw. usf. Und dahinter steckt oft auch Neid …
Komisch, gestern hatte ich ähnliche Gedanken. Die fingen bei Diogenes an und hörten bei Tom Hodgkinson nicht auf. Es war aber auch zu schön, einfach die treibenden Wolken zu beobachten. Na gut, mit einem Korb voller Kräuter bin ich dennoch nach Hause gekommen. Und einem Sack voller guter Ideen gleich noch dazu. Die Arme waren etwas zerkratzt, weil ich mich ungeschickt angestellt hatte beim Kräutersammeln, aber ansonsten war ich sehr zufrieden.
Die Adjektive faul und fleißig habe ich schon als Kind nicht gemocht.
Es gibt da eine Kindergeschichte von Mäusen. Eine sammelt keine Vorräte, ist „faul“ und sammelt nur Geschichten. Als dann der Winter überlang ist und die Vorräte fast aufgebraucht sind, erfreut der „Faule“ die „Fleißigen“ mit Geschichten und gibt ihnen damit Mut und Kraft zum Überleben …
Vielleicht ist es das Problem der heutigen Zeit, daß Lebenssinn nur noch durch Gelderwerb(sarbeit) und Konsum gewonnen werden soll …
Kennst du den Film „Frohes Schaffen“ von Konstantin Faigles?
Ach ja, ich hätte Kräutertee, Seife und eine Gurke zu bieten gegen eine Geschichte. 😀
Hi Emil, interessant, was du schreibst. Ich habe jedoch in meinen mittlerweile fast sechs Jahren, die ich so ohne Arbeit im Fluss des Lebens lebe erst zwei Menschen kennengelenrt, die mich wirklich beneideten und gerne so leben wollten wie ich. Die anderen fanden mein Leben eher interessant als Anregung, Motivation, als Zuversicht, dass es immer weitergeht, auch wenn es mal nicht mehr geht usw. Auch ich bin so eine Maus, die Geschichten sammelt. Schoen, daran erinnert zu werden… sei umarmt Michelle vom Vagabundenblog