Eine Mustersuche wird notwendig

Unerklärliche Krankheit und deren Ursache

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Ich hoffe, daß ich heute mit einem weiteren Beitrag über mein Eintagesfieber niemanden langweile. Aber es beschäftigt mich, weil eben keine Ursache dafür festzumachen ist …

 

Ein paarmal im Jahr geschieht das, was mir am Sonntag widerfuhr. Knapp 24 Stunden blankes Elend. Frieren, Schwitzen, Hitzegefühl, alles tut weh. Meist ist auch die Nase zu, es fühlt sich wie eine ausgewachsene Nebenhöhlenentzündung an. Aber nur für diese kurze Zeit. Wie ich schon 2011 schrieb: “Mein Eintagsfieber hatte mich wiedereinmal erwischt. Das heißt, ich liege einen Tag, knapp 24 Stunden mit Fieber, Schweißausbrüchen und Schüttelfrost darnieder. Und ich weiß ganz genau, daß ich mich am Tag darauf wieder vollkommen normal fühle.” Nach dieser Zeit bleibt nichts zurück außer drei Garnituren durchgeschwitzter Bettwäsche, eine erkleckliche Anzahl ebensolcher Shirts und Shorts und der Notwendigkeit, dringend Haare zu waschen.

Es gibt keinen erkennbaren Auslöser; es ist nicht die Folge von Streß, von Frieren, von Flüssigkeitsmangel o.ä. – und da ist auch keine feststellbare Infektion. Da hilft keine Pille (na gut, gegen die Kopfschmerzen nehme ich etwas), nichts Homöopathisches. Ich trinke viel Tee, Wasser, Schorle. In der letzten Nacht beispielsweise über drei Liter Brust- und Hustentee (ich mag dieses Gesöff, zumindest wenn ich krank bin) mit etwas Zucker und Zitrone. Mir schmeckt kein Kaffee, keine Zigarette; ich mag nichts essen, nicht einmal Schokolade naschen.

Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der solche “Anfälle” kennt. Manchmal erinnert mich das alles an Malaria, aber nur entfernt. Nein, es ist auch ganz sicher keine Malaria, das paßt nicht … Unerklärliche Krankheiten gibt es sicher mehr als genug, mein Eintagsfieber gehört vielleicht dazu. Vielleicht ist da ein Erreger, vielleicht war ich nur zu nah an der Katze dran. Vielleicht kommen mehrere Auslöser zusammen – ich erkenne nur das zugehörige Muster nicht.

Muster … Da war doch noch was? Ja, auch psychisch sind da noch einige Muster zu finden, zu klären, zu ändern, zu durchbrechen. Darüber habe ich in den letzten Stunden nachgedacht, wenn ich klar genug war im Kopf. Und vorsichtshalber habe ich mir die Baustellenschilder und Absperrzäune schonmal bereitgelegt.

 

Mir scheint, ich habe in den nächsten Wochen und Monaten wieder viel zu tun …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 7. April 2014 war das vergangene Fieber.
 
Tageskarte 2014-04-08: Neun der Stäbe. (Das Aktive, das Männnliche – dafür stehen die Stäbe.)

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Eine Mustersuche wird notwendig

  1. Sofasophia sagt:

    ach wir menschen und unsere (sehn)sucht nach erklärungen! 🙂 wir verstehen-woller!
    ich bin froh, gehts dir besser!

  2. Xeniana sagt:

    Hm würde ich irgendwie abklären lassen CRP oder so…..Gute Besserung!

    • Der Emil sagt:

      Es wurde ja schon vor drei Jahren alles versucht – aber es ist nichts zu finden. Nächstens (naja, wenn es denn einen Termin gibt) steht noch Schlaflabor an. Aber das ist ein anderes Problem …

  3. Gabi sagt:

    Es ist leider so. Es gibt oft Symptome, da kommt man nie drauf.

  4. minibares sagt:

    Oha, das ist gar nicht gut.
    Ich hatte in den 80er Jahren öfter einen Rheuma-Schub, das fing meist bei den Händen an, die Finger wurden dick, der Ring musste ab, dann über alle Gelenke bis runter zu den Füßen, ungefähr 3 Tage hielt das an. Also auch normale Schuhe passten nicht mehr.
    Bis mir klar wurde, dass das mit meinem Kopf zusammenhängt, wenn da eine Entzündung war.
    Meist die Zähne.
    Dann musste ich mal in eine Rheuma-Klinik, die fanden natürlich nichts.
    Und der ganze Spuk ist offensichtlich vorbei.
    Einmal war es an Weihnachten. Gerade am zweiten Feiertag in den Schultern.
    Der Chor sang, alle wollten frohe Weihnachten wünschen.
    Beim ersten Händeschütteln taten wir meinen Schultern soooo weh, dass ich fortan die Arme verschränkte, um niemandem die Hand geben zu müssen.

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