Rockstation im Exil
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Wieder eine Nacht, in der ich schlaflos herumstehe in der Stadt. Zumindest wälze ich mich nicht unruhig im Bett. Nachher werde ich zumindest wissen, warum ich müde bin.
Allerdings … Mir wurde ja gesagt, daß ich nächtens einige Atemaussetzer habe. Weiß ich ja auch, denn manchmal werde ich wach, weil ich nach dem Ausatmen das Einatmen vergesse. Es ist jedesmal ein seltsames Gefühl, macht mir Sterbensangst. Läßt mich zweifeln an der Funktion meines Körpers und meines Hirns: Wie kann denn ein Körper mit Gehirn das Einatmen vergessen? Jedenfalls ist die Schlafapnoe das nächste, was ich einmal medizinisch prüfen lassen muß.
Heute Nacht weiß ich aber, warum ich nicht schlafen kann. Jetzt gerade stehe ich noch an der Tür des Thalia-Gewölbes. Wieso? Ich bin heute Türsteher und Kassenmensch bei einer Veranstaltung des Rockstation Kultur e.V. – Verein zuf Förderung der Subkultur. Zum zweiten Mal gibt es “Rockstation im Exil” – endlich wieder ein Konzert, das wir veranstalten; endlich überhaupt wieder eine Party von der Rockstation. Für die Musik sorg(t)en «Joe Eimer und die Skrupellosen», die (nach Aussagen derer, die sie schon live erlebten) einfach nur geile Konzerte bringen. Das kann ich jetzt, um Mitternacht herum kurz vor Erscheinen dieses Beitrags, nur bestätigen: Die Beine zuck(t)en, die Finger schnips(t)en, und bei vielen Songs summ(t)e ich im Kopf mit. Unterstützt wurde und wird die Band von DJ Hansi, der Hallensern ein Begriff sein sollte (Stichwort Materie) – aber über ihn find ich nichts im weiten Netz!?
Die Party ist gerade in vollem Gange. Das Haus ist voll. Die Stimmung ist großartig. Mal sehen, wie lange die Gäste durchhalten, wann wir mit dem Abbau und dem Aufräumen beginnen können. Wenn alles aus dem Objekt ausgeräumt und wieder “zuhause” ist, dann ist Feierabend auch für mich (obwohl ich dann ganz sicher nicht mehr feiern werde).
Die heute erlebbare Form der Schlaflosigkeit gefällt mir allerdings viel besser als so manche andere; ich mag es zum Beispiel nicht, wenn mich die Sorgen nicht in den Schlaf kommen lassen. Ich gestehe, es gibt auch eine noch schönere Variante der Schlaflosigkeit – aber über die muß ich wohl nichts erzählen.
Einen Eindruck von der Band lasse ich noch hier.
Daß der Abend und die Nacht so Spaß gemacht haben, könnt ihr jetzt vielleicht verstehen.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 15. Februar 2014 waren das Ausschlafen und die Party.
Tageskarte 2014-02-16: Sieben der Schwerter.
© 2014 – Der Emil. Eigener Text (nicht das Video!) unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Schlaflabor wäre gut oder?
Wird wohl so kommen …
schön geschrieben. musik ist medizin!
Danke.