Damals war ich doch erst 21
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Ausgegraben aus dem dunkelsten Winkel meines Schrankes: Mein 264. Gedicht. Oder was ich damals dafür hielt.
Das kann ich heute nicht mehr verstehen: Ich habe meine “Werke” durchnumeriert. Diese hier ist mit 02640019/13/XI-84 gekennzeichnet, es war das 264. überhaupt, das 19. im Jahr, und es entstand am 13. November 1984. Im Orner (A5, typisch DDR-braune Pappe, hebellose Mechanik) ist vorne noch vermerkt, daß ich, obwohl ich die ersten 220 Versuche “verworfen und vernichtet” habe, die Zählung fortführe.
Attacke
Komm, greife meine Seele an
mit Deiner großen Lust.
Und zeige mir am Abend dann,
was ich noch nicht gewußt.
Bedränge mich ganz ohne Scham
und reiß mich aus dem Schlaf!
Als ich Dich gestern zu mir nahm,
warst Du mir viel zu brav.
Komm! Zeige mir: Ich bin ein Mann.
Nimm mich! (An Deine Brust.)
Und greife meine Seele an
mit Deiner großen Lust.
© Der Emil, 13.11.1984 (!)
Hinten im Ordner steckt seit 1980 oder 1981 ein rosa Brief im rosa Umschlag …
Manchmal hole ich ihn heraus und lese. Und schüttle mit dem Kopf … Aber ich weiß, daß das Gedicht oben nicht für die Briefschreiberin war.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 19. März 2013 war eine riesige Schüssel gemischter Salat (Eisbergsalat, Frühlingszwiebeln, Schalotten, Paprika, Gurke, Lollo Rosso, Frisee, Möhre, Feta …).
© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Seitdem ich vom „Buchfink“ her Deine Stimme kenne, lese ich die Einträge hier irgendwie so, als würde diese Stimme zartlaut mitsprechen….angenehm!
Schön. Einfach schön.
Den Buchfink muss ich wirklich mal anhören. Bislang war ich freitags immer … Essen.