Nach drei Einschlafversuchen wieder am Schreibplatz.
Ja. Manchmal bin ich zu müde zum Einschlafen. Dann beginnt mein Denkicht sich mit sich selbst zu beschäftigen und sorgt für innere Unruhe. Okay, dann nutze ich siesen Zustand und kümmere mich um das, was für heutenoch vorgesehen war: ein Gedicht.
Ich könnte ein Haiku versuchen –
Doch läßt auch ein Senryū mich fluchen.
Das Tanka will mir nicht gelingen.
Vielleicht wird's ein Vierzeiler bringen …
Kein Kunstwerk, wirklich nicht. Aber jetzt hab ich das Gedicht für mich doch noch fertiggestellt. (Vorhin hab ich es sehr oft und sehr lange vergeblich versucht – naja, und obwohl es nicht poetisch ist, scheint das da oben doch Lyrik sein zu können.)
Vielleicht war es nur dieses unerfüllte Ding, das mich am Schlafen hinderte. Ich versuch es jetzt einfach nochmal.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

