338 im Advent 2025: 4. Türchen

 
Das ist mein 16. Blog-Adventskalender. Beim Schreiben denke ich oft an die, die krank sind oder Unterstüt­zung benötigen, an alle, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wunder­volle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen auch in diesem Jahr für alle Menschen und Tiere, vor allem für die, die Hoffnung und Trost brauchen, und für die, die Freude an dieser Zeit haben.

 

Heute ist ein besonderer Tag der Adventszeit, ein sehr besonderer.

 

 

Ach Du Scheiße. Oh, das sagt man ja nicht, also: Himmel, Arsch und Zwirn! Was soll das? Ungläubig sehe ich aus dem Fenster und verstehe für einen Moment die Welt nicht mehr. Das gibt es nicht. Da draußen liegt mindestens ein halber Meter Schnee vieleicht auch ein ganzer Meter? Sowas gab es zuletzt ich-weiß-nicht-wann. Prima. Bei dem Chaos wird heute nicht viel funktionieren. Die Straße nicht geräumt. Die Autos unterm Schnee begraben. Da kommt auch keine Straßenbahn durch. Wer weiß, ob da irgend­etwas in der Stadt überhaupt funktioniert … Als ich dann noch im Schlafanzug mit der Schneeschippe in der Hand aus der Haustür trete …

… werde ich wach. Brrrrr, arschkalt ist es. Ach so: Ich liege neben meiner Decke im Bett, bei offenem Fenster. Bin wohl eingeschlafen, ehe ich es schließen konnte. Und von der elenden Kälte wach­ge­wor­den. Schnell das Fenster zumachen, die Heizung aufdrehen und wieder unter die Decke. Was für ein Traum! Natürlich wäre mir Schnee, viel Schnee zur Weihnacht und schon jetzt zur Adventszeit ganz recht. Aber soooo viel, ein ganzer Meter? Das muß nicht sein, jedenfalls heute nicht. Nicht heute am Barbara-Tag.

Ach ja. Der war am Sonntag noch ein Rätsel für mich. Als wir uns im Hausflur trafen und sie mir den selbstgemachten Adventskalender überreichte, machte sie einen für mich sehr rätselhaften Vorschlag. Wir könnten doch an eben jenem Barbara-Tag nach einem Kaffe bei ihr mal gemeinsam über den städtischen Weihnachstmarkt schlen­dern, einfach so. Zur Einstimmung auf die besinnliche Zeit, mitten im Trubel der Sauf- und Freßbuden. Huch! Ich sagte sofort, ohne nachzudenken und zu zögern zu, obwohl ich nicht wußte, was und wann dieser Barbara-Tag ist. Klar, das fand ich ziemlich schnell heraus. Vorgenommen habe ich mir, gleich nachher am Vormittag noch Barbarazweige zu schneiden, von der Kastanie, die direkt gegenüber des Hauses am Straßen­rand steht. Für uns beide, für die Nachbarin und für mich. Ob jeweils vier reichen? Und ob sie es schaffen, in den zwanzig verbleibenden Tagen auszutreiben und sogar zu erblühen?

Ach, wenn ich nur wüßte, wie sie darauf reagiert … Ich mach mir jetzt erstmal Kaffee, eß ein paar Lebkuchen und Spekulatius, und dann nach ich das vierte Schächtelchen des von meiner Nachbarin selbstgebastelten Adventskalenders auf. Was wohl heute zu finden sein wird? Später dann, am Nachmittag werde ich zum Kaffeetrinken bei ihr sein, gegen 16 Uhr …

 

 

Nein, das habe ich nicht erlebt, sonder phantasiert. Und dort ist so ziemlich alles über den Barbara-Tag nachzulesen.

 

Gestern weggegeben bzw. entsorgt:
Ich warf heute zwölf defekte R6-Akkumulatoren in die Rückgabebox beim Supermarkt.

 

Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Advents- und Weihnachtszeit.

Der Emil

 

P. S.: Gestern, am 3. Dezember 2025 war ich zufrieden mit dem Gefühl des vollständigen Ausge­schla­fenseins, mit den abgeholten Medikamenten, mit Brathering und Semmel am Abend.


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Über Der Emil

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