2025 – 139: Einbildung

Oder wurde da etwas bewußt ausgedacht?

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Wie kann ich bemerken, wie finde ich heraus, daß sich jemand etwas nur einbildet oder etwas nur ausgedacht hat? Ist beides unterscheidbar? Und wie ist das bei mir selbst?

 

 

Die Fragen kamen nicht von ungefähr. Wenn ich in meinen alten Kladden herumlese, dann finden sich darin Notizen zu tatsächlich Erlebtem und natürlich (wie könnte es bei mir anders sein) auch „erfundene” Texte. Leider, leider war ich früher nicht so pingelig wie heute bzw. nahm es mit der Kennzeichnung fiktiver Begebenheiten nicht sehr genau. Und so saß ich heute da, ratlos: War mir das wirklich passiert, hatte ich das wirklich erlebt und/oder gesehen? Habe ich mir das nur eingebildet, es mir ausgedacht? — Ach, wie sehr war ich versucht, mein früheres Ich zu schelten, für einen Blödmann zu halten. Dann aber fiel mir ein, daß das nichts an meinem Problem ändert, meine Fragen nicht beantwortet, und so ließ ich es sein, mit mir zu hadern.

Seit ich täglich blogge, kann ich beides voneinander unterscheiden und habe noch eine dritte Kategorie: das Verfremdete. Also nicht nur Erlebnisse und Ausgedachtes (auch das Ausgedachte muß nicht immer Fiktion sein), sondern auch das zumeist für das öffentliche Herzeigen Dekonkretisierte. Überwiegend schon an der Schriftfarbe erkennbar, zusätzlich immer noch gekennzeichnet.

Ach: Muß ich mir ausdenken, was ich mir einbilde?

 

Erinnerung des Tages:
Sehr sonderbar: Ich weiß wirklich nicht, ob es eine Erinnerung ist oder etwas verinnerlichtes Ausgedachtes.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 19. Mai 2025 war ich zufrieden mit ollen Kamellen (selbstaufgeschriebenen), mit der am Nachmittag auf der Couch verbrachten Zeit , mit etwa 400 GB gelöschten Daten.


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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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6 Kommentare zu 2025 – 139: Einbildung

  1. Holger sagt:

    @deremil

    Krasse Sache bei mir war das meine Familie Eltern und Brüder mir unterstellt haben, das ich die Depressionen nur ausgedacht/eingebildet habe um früh in Rente zu gehen. 🙈

    • Holger sagt:

      @DerEmil@procial.tchncs.de

      Wenn Erinnerungen mit Fiktion zusammen rauschen, ist es oft schwer das eine vom anderen zu unterscheiden, da beide sich real anfühlen.

      @deremil@deremil.blogda.ch

  2. Ja, vieles verändert sich in der Erinnerung! Das stellen wir immer wieder fest, wenn sich meine erwachsenen Kinder und ich an gemeinsam Erlebtes erinnern!
    Grüße von Gerel

    • Der Emil sagt:

      Vielleicht hat es etwas Gutes, wenn sich Erinnerungen verändern (nicht nur verklären).

      Nun, ich frage mich auch heute noch, was Erinnerung und was Ausgedacht ist …

  3. anneeulia sagt:

    Du fragst dich das bei deinen Notizen…
    Ich fragte mich das bei dem was ich hörte und überlege auch über 2 Jahre später immer noch ob die jenige mir nicht eher ein Bären aufband?
    Ich kann es sonst nicht glauben was ich hörte und ich kann nicht beurteilen ob es stimmt oder was stimmt

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