143–2024: Schlurfen

Altersübergreifendes Phänomen bei der Fortbewegung zu Fuß.

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Ich erinnere mich noch gut an die Ermahnungen der Erwachsenen an mich und an die, die ich meinen Kindern immer wieder sagte: „Heb' die/​Deine Füße, schlurf' nicht so.”

In den trockenen Zeiten am vergangenen Wochenende hörte ich die Ermahnung selten, das Geräusch nicht angehobener Füße dagegen ziemlich oft, vor allem von Kindern. Jaja, es mag Spaß machen, kleine Staubwolken zu erzeugen – aber schön ist das für mich nie. Vor allem, wenn die Knirpse sich in den Mengen des von ihnen auf­ge­wirbelten Drecks überbieten wollen. Bäh.

Doch ich gestehe: Nach diesen drei Tagen, an denen ich ziemlich viel unterwegs war im Gelände der Burg und Festung Regenstein in Blankenburg am Harz, tun mir die Beine und Füße weh. Und so schleiche und schlurfe ich auch heute noch mit meinen Hauslatschen durch die Wohnung und ermahne mich gedanklich selbst. Der Wille ist da, aber das Fleisch ist schwach. Na, nach zwei oder drei Tagen ausruhen (ich weiß, ich sollte stattdessen mehr gehen) geht das bestimmt wieder besser.

Außerdem sehe ich meinen Vater vor mir, der nun mit seinen 84 Jahren und seiner Demenz unsicherer geht als vor Jahren noch: Er schlurft, ohne Ruhe zu finden, beinahe unablässig über seine Station …

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Eine erkleckliche Zahl alter Zeitschriften (ct‘, CB-Funk, Funkamateur u.a.m. – eine große Ein­kaufs­tasche voll) landete in der Altpapiertonne.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 22. Mai 2024 mit Spaghetti mit roter Soße, mit grünem Tee am Nachmittag, mit etwas geschriebenem Text.

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Über Der Emil

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2 Kommentare zu 143–2024: Schlurfen

  1. Elvira sagt:

    Dann gibt es da auch noch die vom Arzt diagnostizierte Fußhebeschwäche. Da hilft selbst der beste gute Wille nicht.

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