Kriterium. Oder: Ein Titel macht den Duft nicht besser.
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Ein bürgerlicher Wildschweinmann
schlich sich an eine Wildsau an.
Die tat ihn schleunigst weiterschicken,
erwartete 'nen adeligen
und wohlgeboreneren Keiler.
Den aber stieß sie auch gleich weg,
denn der „Herr von” strotzte von Dreck.
Auch sein Geruch war sehr gemein.
Die wilde Sau gestand sich ein:
Sie fand den Bürgerlichen geiler.
Wir lernen: Auch im tiefsten Tann
kommt's auf die Pheromone an.
Jaja. Profan. Nicht lustig und wie kann man nur … Ich weiß. Aber als ich heute am Schreibplatz saß und mich durch mein Denkicht kämpfte, entstanden diese zwölf Zeilen quasi nebenbei. Ähnlickeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Tieren, Menschen oder anderen Entitäten sind rein zufällig und keineswegs beabsichtigt.
Ich hatte wohl Hanswurst zum Frühstück.
Ich schleiche mich leise kichernd davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 29. März 2023 war ich zufrieden mit den Nebenprodukten der Schreiberei, mit dem Linseneintopf, mit dem Schaumbad.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Beim Lesen fiel mir eine frühere Freundin ein, eine kluge promovierte, die zu einem Bauarbeiter ein paar Straßen weiter ging, wenn es sie nach heftigem Verkehr gelüstete…
Hui!
Frau muß eben auch Prioritäten setzen 😀
Etwas zum Schmunzeln, wie schön Emil. 🙂
Danke.
Und irgendwie dennoch wahr?
Auf jeden Fall.
Letztendlich kommt es darauf an ob man sich riechen kann.
Da hilft der Hintergrund oft wenig.
Zumindest bei denen die glücklich sein wollen und nicht nur nach ihrem Vorteil schauen.
Gute Parabel bei aller Profanität. ☺️
Danke.
Wider den tierischen Ernst! Herzlichen Dank für den Schmunzler. Er tat gut.
Manchmal frag ich mich, woher mir solche Ideen kommen.