Ich darf mir von mir doch was borgen?
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Für nichts ist es so sehr zu spät wie für ein Geständnis.
Selbst dann, wenn ich mir selbst etwas gestehe, etwas eingestehe, selbst dann ist es zumeist schon viel zu spät. Zumindest, um an der Sache noch etwas zu ändern. Denn wann gestehe ich mir etwas ein? Wenn ich es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr ändern kann. Jedenfalls ist es bei mir so.
Ich habe mir heute einen mehr als zwei Jahre alten Satz von mir ausgeliehen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 21.01.2021 waren positiv eine Fensterkonferenz, Bockwurst mit Senf im Brötchen.
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Schwerter.
©2019 & © 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Was für eine schöne Idee (in meiner Wahrnehmung aber nicht ganz ohne eine gewisse Tragik (?))…
Schön? Nein, oft wahr, aber selten, sehr sehr selten schön …
Selten schön, etwa das wollte ich mit der Tragik andeuten…
Schön finde ich den grundsätzlichen Gedanken, sich aus seiner eigenen Vergangenheit etwas zu borgen. Ich befinde mich in einer Lage des Selbstverlustes. Dein Gedanke hilft mir, bewusst etwas von meinem früheren Selbst zu borgen, um mich irgendwann wieder zu finden. Danke, Emil.
Ach sooooooo! Na, da hatte ich Dich nicht richtig verstanden …
Fensterkonferenz, wie geht es zu bei einer solchen?
Nun, ein Mensch wohnt im Erdgeschoß und schaut zum Fenster raus, zwei Menschen stehen mit Abstand zueinander vor dem Fenster. Und dann ist Redaktionskonferenz für eine Radiosendung.
Darüber denke ich jetzt mal nach. Danke, Emil.
Bitte sehr.
Der Text regt wahrlich zum nachdenken an…..
Auch von mir, danke schön.
ich gestehe mir quasi ständig ein, wie doof ich bin, und das ändert gar nix.
Nein, ändern tut sich mit einem Geständnis nichts bis wenig …
trotzdem halte ich eingeständnisse für wichtig. einfach um zur geistig/emotionalen erkenntnis. für mehr seelenheil.
D’accord.
Leihgabe? Oder Geschenk, Verdoppelung gar? Klar darfst du. und ja, so Selbsteingeständnisse brauchen zuweilen ganz schön viel Leidensdruck.
Wenn ich mir etwas eingestehe, ist es vielleicht schon zu spät für die jeweilige Situation. Ich kann mich aber entschuldigen und mein Verhalten zukünftig ändern, wenn es notwendig erscheint. Das ist doch gut, oder?
Wenn ein so konsequentes Handeln möglich ist, dann ist es gut. Das Handeln.
Nicht immer konsequent, bei mir zumindest.
Etwas endlich ans Licht lassen. Es gibt kein „zu spät“. Es ist allemal mit Erkenntnis verbunden und dem Akt, eine Angst hervorzuholen und dem Dunkel zu entreißen. Die Angst im Licht verliert dunklen Schrecken.