#Adventskalender 2020 – 347: Das 12. Türchen

Besonders besondere Sternbegegnung.

To get a Google translation use this link.

 
Meinen 11. Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Ich wünsche allen Menschen (und mir) eine im wahrsten Sinne des Wortes wunder­volle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für Menschen, die Hoffnung brauchen.

 

Wenn es richtig dunkel werden würde, dann könnte ich heute nicht nur die Festbeleuch­tung in meinen eigenen und den Fenstern der Nachbarschaft sehen. Aber in einer Stadt wie dieser, in einer Stadt, in der nie alles schläft? Straßenbeleuchtung, Ampeln, Rekla­me­flächen. Alles muß leuchten, rund um die Uhr. Zumindest die ganze Nacht hindurch. Und das, was uns Menschen Ruhe schenken könnte, der Anblick des Sternenhimmels, der wird dadurch beinahe unmöglich. Von den vielleicht 10.000, die ein Mensch mit besonders guten Augen sehen kann, bleiben vielleicht ein- oder zweihundert Sterne am Himmel sichtbar.

Ganz anders ist es mit den Adventssternen. Die berühmtesten sind wohl die Herrnhuter, die wohl nicht ganz zu Unrecht als Ursprung aller Weihnachtssterne gelten. (Dabei war der erste Stern dieser Bauart ein von einem Mathematiklehrer entworfenes Lehrmittel zur Schulung des geometrischen Verständnisses.) Und von diesen leiteten sich dann die Annaberger und die Annaberger Fenstersterne, Hartensteiner, Ehrenfriedersdorfer, Haß­lauer und Sebnitzer Advents- oder Weihnachtssterne ab. Diese Sterne leuchten hinter den Fensterscheiben und auch außen an den Häusern, an den Kirchen und in den Kirch- und Rathaustürmen. Irgendwann kanm jemand auf die Idee, daß dieser Sten Symbol sei für den Stern von Bethlehem, der den Drei Weisen aus dem Morgenland (aus denen irgend­wann Drei Heilige Könige wurden) den Weg zur Stätte Christi' Geburt wies. Und ich lese immer mal wieder, daß dieses Phänomen noch immer nicht wissenschaftlich nachweisbar auf eine der fünf möglichen Theorien zurückgeführt werden kann (nachzulesen z. B. in Welt der Physik: Was war der Stern von Bethlehem?). Nun, unsere Adventssterne, all diese leuchtenden Symbole für eben das Weihnachtsgefühl, die leuchten meist von Ende November bis Epiphanias oder noch länger. Sie – und das sind meine Hoffnung und mein Empfinden – zeigen, daß im Haus, in der Wohnung, im Ort oder Kirchsprengel etwas von dem erhalten blieb, was die Weihnacht ausmacht:

Da ist ein Licht, das Hoffnung gibt, das Liebe symbolisiert und Frieden.

Am 21. Dezember übrigens stehen Jupiter und Saturn in einer Großen Konjunktion nur 0,1 ° voneinander entfernt, verschmelzen für den Beobachter beinahe zu einem großen Stern. Eben das passierte im Jahre 7 v. Chr. und könnte das von den Drei Weisen wahr­genommene Phänomen gewesen sein. Ganz tief am Südwesthimmel sind sie kurz zu sehen, ehe sie um 18 Uhr untergehen. Merkt euch dieses Ereignis doch ruhig vor, und: Möge es bei euch dunkel genug dazu sein!

 

Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.

Der Emil

 

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand20 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.

 

P.S.: Positiv waren am 11.12.2020 probierter Weihnachtsstollen, wunderschöne Weihnachtspost, ein repariertes Räuchermännel.
 
Die Tageskarte für heute ist der König der Kelche.

© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2020, Adventskalender, Adventskalender 2020, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu #Adventskalender 2020 – 347: Das 12. Türchen

  1. Als ich noch ganz sicher auf den Beinen und weniger nachtblind war, bin ich in der Dunkelheit gerne auf den Insulaner gewandert – zur Wilhelm-Foerster-Sternwarte – und das am liebsten sonntags, wenn die Sternwarte für Besucher geschlossen ist, und sich oben auf dem Insulaner nur die Hobby-Astronomen mit ihren Fernrohren treffen. Eine besondere Art Menschen, schien mir. – Aber obwohl der Insulaner mit Rücksicht auf die Sternwarte keine Wegbeleuchtung hat wie andere Parks, ist der Himmel über Berlin natürlich auch dort kein Sternenmeer. – Ich wünsche also viel Freude an den Adventssternen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.