#Adventskalender 2020 – 336: Das 1. Türchen

Ein Bilderrätsel.

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Meinen 11. Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Ich wünsche allen Menschen (und mir) eine im wahrsten Sinne des Wortes wunder­volle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für Menschen, die Hoffnung brauchen.

 

Ganz früher, in einer Zeit, lange bevor es dieses Blog und das Internet gab, gab es auch die mit Schokolade und anderen Naschereien und Waren gefüllten Adventskalender nicht. Hinter den Türchen meiner Kindheit (1963 bis etwa 1980) fand ich kleine Bildchen. Und zwar gemalte Bildchen, keine Fotografien. Da waren Spielzeuge zu sehen, Tiere, Musik­instrumente, Ski und Rodel, Mützen, Handschuhe und Schals, Weihnachtsdekora­tion. Dinge, die damals zu Weihnachten verschenkt oder in der kalten Jahreszeit benötigt und benutzt wurden. Ich erinnere mich daran, daß wir Kinder uns manchmal Geschichten ausdachten zu den Bildchen. Bei Oma durften wir Enkel reihum ein Türchen nach dem anderen aufmachen, wenn wir bei ihr waren. Aber auch da gab es nur diese Adventska­lender mit Bildchen. Und wir waren doch immer neugierig auf das, was dort zu sehen war. Unsere Freude war (meist) echt. Ich befürchte, daß sich viele der verborgenen Gegen­stände oft wiederholten. Aber zum Glück vergaß ich das als Kind von einem Weihnachten zum nächsten wieder. Damals lief die Zeit für mich noch in einem ganz anderen Tempo ab

Ich glaube, manchmal war hinter dem ersten Türchen eine brennende Kerze – aber da kann ich mich wirklich sehr täuschen. Wie ist es: Habt ihr eventuell einen dieser »alt­modi­schen« Adventskalender? Und wenn ja, was verbarg sich heute hinter dem ersten geöff­neten Türchen? Und ich, wenn ich heute unterwegs sein werde, ich kaufe mir noch exakt einen solchen Adventkalender. Zum Auffrischen der Erinnerungen. Auch zum Auffrischen der Erinnerungen.

 

Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.

Der Emil

 

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand20 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.

 

P.S.: Positiv waren am 30.11.2020 (also gestern, weil heute ist ja noch nichts geschehen, auch noch) zwei zusammengestellte Geschenke, in den öffentlichen Bücherschrank gebrachte Bücher (und ich hab nicht ein einziges mit nach Hause genommen), Glühwein alleine zuhause.
 
Die Tageskarte für heute ist der Bube der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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25 Antworten zu #Adventskalender 2020 – 336: Das 1. Türchen

  1. dergl sagt:

    Das ist eine schöne Erinnerung. Bei uns gab es immer die mit Schokolade gefüllten, fand ich irgendwie ein bisschen langweilig. Einen Kalender wie du ihn beschreibst habe ich als Erwachsene mal geschenkt bekommen, ein Heidelberger Souvenir. Vorn war das Schloss drauf und in den Türchen immer so kleine Bildchen, die entweder mit Weihnachten oder der Stadt zu tun hatten, alles gemalt. Ich weiß noch, dass im ersten Bild ein Elisenlebkuchen abgebildet war.

    Dieses Jahr habe ich nur für das Kind und die Assistenten einen mit Überraschungseiern. Das war deren Wunsch. Ich hätte gern die von Rotstern gehabt, damit wir mal was anderes haben, aber die gibt es hier nicht, bloß die von Ferrero.

    Schön, dass du den Kalender auch in diesem seltsamen Jahr machst. Danke dafür!

    • Der Emil sagt:

      Irgendwann gab es die auch in der DDR – aber ab wann, weiß ich nicht. Und wir waren auch nicht wirklich „scharf drauf“, auf die schokogefüllten …

  2. Ich wünsche dir eine glückselige Adventzeit in bester Gesundheit.
    Mit lieben, segenreiche Grüßen
    M.M.

  3. Gudrun sagt:

    Ich kenne diese Kalender auch noch. Und weil mir einen solchen Adventskalender zu kaufen immer zu teuer war, wollte ich eigentlich einen selber machen, zeichnen und das Türchendeckblatt einrichten. Eigentlich, denn ich habe es nie gemacht. Ich hätte ja gewusst, was hinter jedem Türchen ist. Aber zum Verschenken könnte ich das durchaus mal wieder andenken. Ich werde mir das mal als Anregung mitnehmen. (Am 24. war immer ein Weihnachtsbaum drin.)
    Danke, lieber Emil für dein erstes Türchen.

  4. Ulli sagt:

    Ich habe sie geliebt❣️

  5. wildgans sagt:

    Die Zeit lief damals für mich noch in einem anderen Tempo ab…Könntest du dieses Gefühl näher beschreiben?
    Alles Gute wünscht dir
    Sonja

    • Der Emil sagt:

      Wir alle, denke ich, waren weniger gehetzt, weniger getrieben. Das wirkte (und wirkt) sich auf mein Zeitempfinden aus: Es war stetiger als heute, wo ich immer wieder Beschleunigung und Vollstop empfinde …

  6. Sofasophia sagt:

    Pssst. Bin doch wieder da. Und soll ich dir etwas gestehen? Weil ich ab und zu bei NGO ein bisschen was spende, bekomme ich im Apfent zuweilen kleine Dankeschön. Diesmal war genau so ein Kalender, den du da beschreibst, dabei. Und ich habe ihn aufgehoben und ich werde ihn nutzen. Konfrontationstherapie. Exposition. Heute guckt eine Frau mit einem Plätzchenteller aus dem Fenster des verschneiten Dorfes.

  7. frauholle52 sagt:

    Ich erinnere mich gut an diese Bildchen! Engelchen ohne Schuhe im Schnee, Schneemänner, Weihnachtsmann und Nikolausstiefel. Rotkehlchen, Obst und dann die Doppeltüren am 24. Dezember. Und endlich war es soweit und der Zauber begann. Diese Weihnachtsglücksgefühle können wohl nur Kinder erleben.
    Meinen Eltern allerdings ging es damals nicht gut. Sie hatten die Kriegs-und Nachkriegsjahre gerade hinter sich und der Druck, harmonische Weihnachten feiern zu wollen, entlud sich regelmäßig in heftigen Streitereien am Heiligabend-Vormittag. Sie haben es trotzdem jedes Jahr wieder geschafft, uns Kindern unvergessliche Weihachsfeste zu schenken, mit Tannenbaum, Weihnachtsliedern und Geschenken, an die ich mich nach 60 Jahren noch gut erinnere.Genauso wie an die Bildchen im Adventskalender! Liebe Grüße und ich wünsche Dir eine schöne Zeit🎄! Regine

    • Der Emil sagt:

      Das ist eine Frage, die mich tatsächlich interessiert: Werden sich die Jetzt-Kinder in 55 oder 60 Jahren an die Weihnachtsfeste erinnern, so wie wir uns erinnern?

      • frauholle52 sagt:

        Also, meine Söhne (31 und 35) tun es. Natürlich haben sie andere Weihnachten erlebt als ich, aber sie erinnern sich gerne. Das erkenne ich auch darin, wie liebevoll sie die Adventszeit mit ihren Freundinnen gestalten.
        Wie die Kinder heute Weihnachten erleben hängt ja immer mit den Elternhäusern zusammen. Manche geben die Familien-Traditionen durchaus weiter und manche erfinden neue.
        Wir leben in Deutschland im Überfluss, das war in meiner Kindheit anders. Darin liegt für mich der größte Unterschied. Aber der muss ja nicht unbedingt negativ sein.

        • Der Emil sagt:

          Ich werde es nie erfahren, wie es die heutigen Kinder in 50 Jahren erleben.

          Und ja. meine Kindhait war auch eine ohne Überfluß, manchmal mußte sogar sehr improvisiert werden.

  8. Elvira sagt:

    Bei uns gab es viele Jahre die Bilderkalender, später war sogar Glitter auf dem Hauptmotiv. Später, als sie nicht mehr so teuer waren, wir waren immerhin vier Geschwister, gab es die mit Schokolade gefüllten. Meinen Kindern habe ich Kalender gebastelt. Als Lego angesagt war, wurden einige Säckchen oder Schachteln mit einzelnen Teilen gefüllt. Zwischendrin gab es kleine Naschereien. Erst hinter dem letzten Türchen steckten die letzten Legoteile. Vor einigen Jahren habe ich für die Enkel Adventskalender gekauft, hinter dessen Türen kleine Geschichten steckten.

  9. Sybille Lengauer sagt:

    Ich habe keinen. Vielleicht ein Fehler.

  10. Pit sagt:

    Wenn ich mich recht erinnere, haben wir noch so einen. Ziemlich klein, im Postkartenformat. Vor ein oder zwei Jahren hatten wir ihn noch. Und obwohl wir wussten, dass Bildchen drin sind, haben wir ihn ueber Jahre hinweg genutzt und es war immer ein „Ah“, wenn wir ein Tuerchen aufgemacht haben. Wenn wir zuruech von der Kueste sind, werde ich mal suchen Und auf jeden Fall wird auch der grosse Adventskalender wieder aufgestellt.
    Ein Bild aus frueheren Jahren: [https://wp.me/p4uPk8-Bl] Der mit den Bildchen ist die Nummer 3.

  11. beaneu sagt:

    Ich hatte diese Art von Kalender auch in meiner Kindheit und habe sie geliebt. Die Bilder in den Türchen leuchteten so schön, wenn man sie gegen das Fenster gehalten hat. Später gab es auch die mit Schokolade, auch die fand ich gut. Es ist aber zu bedenken, dass in meiner Kindheit Süßigkeiten etwas Besonderes waren, es gab sie keineswegs in „Hülle und Fülle“ und jederzeit verfügbar.

  12. Ich habe so einen Kalender. Es gibt sie immer noch, schön gestaltet zwischen kunstvoll und kitschig. Dieses Jahr schenkte mir meine Frau einen Kalender, auf dem die ganze Weihnachtsgeschichte abgebildet ist, von dem Besuch des Verkündigungsengels bis zum Besuch der drei „Könige“, bis zur Flucht der heiligen Familie nach Ägypten. Am ersten Tag war hinter dem Türchen ein Buch und heute hinter dem zweiten ein Vogel…

    • Der Emil sagt:

      Bei mir kam heute auf dem Postwege ein Postkartenadventskalender/eine Adventskalenderpostkarte an, unerwartet, und war eine sehr Schöne Überraschung.

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