Es ist “nur” ein Zitat.
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Wo ich zuhause bin, gibt es die Liebe nur um den Preis des Todes. Und ich staune, daß diese offenbare Wahrheit niemand außer mir zu kennen scheint, und daß ich sie, wie Diebsgut, in den Zeilen meiner Gedichte verstecken muß. Wer den Mut hätte, die wörtlich zu nehmen, sie mit natürlicher Stimme zu sprechen, wie eine andre Bekanntmachung auch. Sie würden das Fürchten lernen.
Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends. S. 53
Erste Auflage 1979 © Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, DDR.
Lizenznummer 301. 120/9/79
Immer wieder. Immer und immer wieder. Dieses Buch, neununddreißig Jahre in meinem Besitz. Und immer wieder so … berührend, ganz tief. Diebsgut, all diese Sätze dieses Buchs, das ich in meinen Gedanken bewahre (obwohl ich sie immer und immer wieder nachlesen muß).
Seltsam. Es ist mir näher als alle anderen Bücher von Christa Wolf, die in diesem Jahr 90 Jahre alt werden würde, so sie noch lebte. Und ich frage mich gerade, ob es noch ein Buch gibt, an das ich mich so fest verloren habe?
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 12.03.2019 waren positiv der geschaffte Termin beim JobCenter, etwas Bestelltes kann abgeholt werden, die Badewanne voller Schaum.
Die Tageskarte für morgen ist VII – Der Wagen.
© 2019 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Berührend und anregend!
Herzlich
Helmut
Vielen Dank.
Das ganze Leben gibt es nur um den Preis des Todes, das ist nur nicht allen Menschen bewusst.
Weiteres Nachdenken…
Gruß von Sonja
(Es sind Worte, die Christa Wolf der Karoline von Günderrode in den Mund/in die Gedanken legte.) Beim ganzen Leben ist es aber eher einsichtig als bei der Liebe. Und dann Günderrodes Worte über ihre Gedichte …