Verwirrende verworrene Geschehnisse im Zeitenraum.
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Spoiler: Wem Dr. Who kein Begriff ist, wird vielleicht nur wenig verstehen. Andererseits geht es um einen durchaus weit verbreiteten Traum.
Wie ich schon öfter erwähnte, bin ich Liebhaber wissenschaftlich-phantastischer, utopischer oder SciFi-Literatur, -Serien und -Filme. Oh ja, und irgendwann kam auch noch Fantasy hinzu.
Seit einigen Jahren bereits verfolge ich, so es möglich ist, jeden Dienstag Dr. Who im Programm von einsFestival, jetzt One. Mittlerweile habe ich einige Folgen schon zum zweiten Male gesehen – aber egal, jede einzelne Folge ist für mich faszinierend. Das Besondere an der Serie ist die völlig verknotete Zeitlinie. Besser gesagt: Es gibt keine Zeitline. Die Zeit bei Dr. Who ist ein eigener Raum mit vielen Dimensionen, in dem sich eben dieser Doktor mithilfe seiner TARDIS frei bewegen kann. Ja. Zeitreisen. Freie Zeitreisen.
Wie oft habe ich mir schon gewünscht, in der Zeit reisen zu können. Einmischen möchte ich mich nicht, aber beobachten, so vieles beobachten. In der Vergangenheit, in parallelen Universen, außerhalb des mir angestammten Zeitkegels, in der Zukunft, hinterm Ereignishorizont, in den Zukünften. Einfach mal sehen, was in zwölf oder dreißig oder einhundert oder 36.487 Jahren geschieht oder vor ebensovielen Jahren geschah, irgendwo. Und zwar nicht, um zu sehen, was aus mir wurde, von mir übrigblieb. Nein. Einfach mal erkunden, ob die Menschen vielleicht doch intelligent genug zum Überleben waren. Wie sich die Technik, das Miteinander und vor allem die Kunst entwickelt haben. Und ich möchte erfahren, was die Zukünftigen von uns Gegenwärtigen, als den zukünftig Vergangenen denken und wissen. Und was die Vorangehenden auf die Zugünftigen, also uns, die Gegenwärtigen, projizieren. Mir ist klar, daß ich dieses Wissen nur im Moment haben könnte, da ich in der entsprechenden Zeit bin, und es – gesetzmäßig – wieder verlieren werde, sobald ich wieder in meiner Eigenzeit verweile. Ja, dann ist das Wissen weg, ganz weg, nie dagewesen; also was habe ich von diesen Reisen?
Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Da sind nur vage Hoffnungen in mir. Solche, die immer wieder von den Bildern aus Dr. Who genährt werden. Die Bekanntschaft mit einem Wesen wie “Das Gesicht von Boe” wäre, auch wenn ich sie nur in diesem einen Moment genießen und mich niemals außerhalb eines Traumes daran erinnern könnte, doch ein gewaltiges Erlebnis, eine tiefgreifende Bewußtseinserfahrung. Wenn ich nur drei Sätze von ihm gesagt bekäme … Aber ich würde mich ja sowieso nicht daran erinnern.
Nebenbei erwähnt: Ich bestellte mir gestern Abend einen neuen Traum. Und ich habe ihn tatsächlich geträumt. Ich denke, Serie fünf hat begonnen …
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 30.10.2018 waren ein gelesenes Gedicht, Bilder in meinem Kopf, ein wundervolles Lied zum Abend.
Die Tageskarte für morgen ist XVI – Der Turm.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich teile deine Vorliebe für Dr. Who, finde aber die Darsteller unterschiedlich gut. Am besten gefällt mir David Tennant in der Rolle als 10. Doktor und als seine Begleiterin die zauberhafte Billie Piper.
Ob nur Beobachten funktionieren würde. Wäre unsere reine Anwesenheit nicht schon für Veränderungen verantwortlich? Ich habe Dr.Who auch sehr gerne gesehen! Was mich auch reizen würde, wären Reisen in Paralleluniversen. Wie sähe die Welt aus, wenn ich an Kreuzungen einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Und in der Parallelwelt wieder verschiedene Wege gegangen wäre und und und