Ein Vielleicht-Projekt und die Angst davor (Nº 193/2018)

Endlich mehr als nur ein Anfang?

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Im Moment geht die Geschichte von Ruth und Thomas nicht weiter. Es scheint bei den fünf Stücklein Text zu bleiben, die ich in einem Rutsch heruntergeschrieben hatte (das sechste gehörte nicht dazu). Wenn ich damit wirklich weiterkommen möchte, brauche ich jetzt die Unterstützung von Menschen mit einschlägigen Erfahrungen; das können auch Bücher u. a. Materialien sein. Allein, ich finde gerade nichts Entsprechendes und ich finde auch nicht die notwendige Zeit für mehr Aktivitäten, die einen Fortschritt bewirken könnten. Hmpf. Allerdings habe ich die bisherigen Szenen auch ohne diesbezügliche eigene Erfahrungen (nun, ohne die geschilderten, wohl aber bin ich in der Lage, aus eigenem Erleben zu abstrahieren und aus der Abstraktion mit Phantasie etwas Mögliches zu erschaffen) geschrieben.

Nicht zum ersten Mal stehe ich vor dieser Schwelle. Bisher konnte ich mich nie aufraffen, sie zu überschreiten. (Ha! Da schrieb ich doch eben “überschreiben”!) Auch jetzt scheue ich vor diesem Schritt zurück, nein, nicht vor dem Schritt, eher vor den erwarteten Mühen von Recherche und anschließender Umsetzung. Obwohl … Das Thema könnte ich ja auch in einer meiner Radiosendungen unterbringen und würde damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Das muß ich mal mit meinen Coredakteuren besprechen.

Aber zurück zu den beiden, die im selben Hause wohnen und sich nun kennenlernen, kennenzulernen versuchen. Ich habe nämlich das Gefühl, daß beide auch eine Vorgeschichte brauchen, jeweils eine Vergangenheit, über die sie sich austauschen, in denen sie ähnliche Erfahrungen sammeln konnten. Aber miteinander verflochten dürfen sie nicht sein. Und zumindest Ruth braucht eine physische Gestalt. Vielleicht ist es sinnvoll, auch mehr über das Haus zu erzählen und den Park? Ich stelle fest, ich habe Angst vor der (scheinbaren) Größe dieses Projektes. Und es reizt mich trotzdem irgendwie. Aber wie ich oben schrieb: Im Moment geht die Geschichte von Ruth und Thomas nicht weiter.

Allerdings ist da auch eine Kladde, in der die Ausdrucke der fünf Textstücke festgetackert sind und einige wichtige Fragen und Stichtworte stehen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 12.07.2018 waren sauer eingelegte (echt scharfe) Jalapenos, einige festgehaltene Ideen, und ja, auch die beschriebene Angst.
 
Die Tageskarte für morgen ist XII – Der Gehängte.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Ein Vielleicht-Projekt und die Angst davor (Nº 193/2018)

  1. Nati sagt:

    Für den Anfang muss es doch nicht perfekt sein.
    Im Laufe der Zeit wird es schon. Du machst dir zu viele Gedanken, schreib einfach.

  2. Sofasophia sagt:

    Ich habe mal davon gehört, mit Romanfiguren sowas wie Systemaufstellungen zu machen.

    Hauptsache wohl, den Figuren eine Art Eigenleben zu ermöglichen. Sie dir die weitere Geschichte selbst erzählen zu lassen. So dass du eine Art inneren Film „sehen“ kannst.

    • Der Emil sagt:

      So – also daß die Figuren mir ihre Geschichte erzählen – entstehen meine Anfänge. Aber danach versiegt der „Redefluß“ …

      • socopuk sagt:

        Noch ein Gedanke: strukturfolgende SchreiberInnen machen erst das Gerüst und formulierten dann alles aus. Strukturschaffende SchreiberInnen erarbeiten die Struktur während des Schreibens. Ich bin zweiteres und dachte immer, ich wäre unstrukturiert. Ich muss “nur“ einfach anfangen, und meistens kommt die Idee dann im Schreiben.


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  3. socopuk sagt:

    Ich habe einen Plot und Personen in der Schublade – und auch muffensausen vor der Recherche und den mühsamen, in schlimmsten Fall bemühten hinbasteln…
    Aber vielleicht hilft Warten – Gras wächst nicht schneller weil man daran zieht.
    Liebe Grüße ! Anna

  4. Ich würde mich jedenfalls freuen, mehr von Ruth und Thomas zu erfahren, der Anfang hat Lust gemacht auf mehr. Aber klar, jetzt ist der Punkt erreicht, wo es aufwendig wird.

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