Eingesperrt (2017: 332)

Und nun zwei Stents.

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Am Morgen bekam ich die nette Nachricht, daß es nun wohl doch keinen Herzinfarkt gab, bisher, daß aber meine Symptome eine Vorstufe eines Infarktes seien und damit eine Herzkatheter-Untersuchung (Koronarangiographie) notwendig wäre. Das hatte ich doch schonmal. Nichts Neues also. Nur daß ich bis zu dieser Untersuchung im Bett liegen soll, das nervt, das läßt meinen Blutdruck auf ungeahnte Höhen steigen. Ich plage mich mit den Symptomen spätestens seit Freitag herum, da werde ich doch wohl eine halbe Stunde Gehen auf dem Krankenhausgelände – draußen an frischer Luft! – überleben???

Und so, wie diese Ärztin mir erzählt, liege ich nach dem Katheter 24 Stunden auf der ITS/Überwachungsstation – darf aber schon zwei Stunden nach dem Eingriff nach Belieben spazierengehen! Hallo? Geht's noch? Was denn nun??? Jetzt gerade bin ich stinksauer, wirklich. Und fühle mich hier nicht wohl, will gar mich auf eigene Verantwortung gegen ärztlichen Rat entlassen lassen. Verdammt nochmal! Ich möchte einfach nur raus, nachdenken im Gehen, ob oder ob nicht. Da ist die Einsperrerei echt kontraproduktiv. Und die Ärztin meint, das sei nach den Richtlinien nicht vorgesehen. Verdammt, ich bin keine Richtlinie, kein Durchschnittsmensch, kein Standardpatient. Ich will raus an die frische Luft und selbst aufs Klo gehen dürfen.

 

So, es ist halb zwöf. Nun weiß ich nicht, ob ich nachher noch zum Weiterschreiben komme. Deshalb plane ich den Beitrag erstmal auf 21 Uhr heute Abend.

 

Kurz vor vier ging es dann – nach einer Stunde Flurstehen – tatsächlich zum bis 18 Uhr dauernden Herzkatheter, während dem mir gleich zwei Stents eingebaut wurden. Damit sollten – bei entsprechend angepaßter Lebensweise – Probleme wie am vergangenen Wochenende nicht so schnell wieder auftauchen.

Seitdem bin ich auf der ITB? ITE? Jedenfalls einer Überwachungsstation, muß nicht mehr liegen, bekam zu essen und zu trinken. Die Schwester hier nimmt mich ernst und ist damit eine wohltuende Abwechslung zu all den Praktikanten … Morgen verlasse ich diese Station entweder in Richtung Zuhause oder maximal zwei Tagen Normalstation,

 

Ich habe alle guten Wünsche gelesen und danke euch dafür.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 28.11.2017 waren die zwei Stents, Essen und Trinken, funktionierendes WLAN.
 
Die Tageskarte für morgen ist das As der Schwerter.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Eingesperrt (2017: 332)

  1. Alles, alles Gute! Krankenhaus ist immer Kacke, es sei denn, man heißt Carsten und freut sich drauf die Schwestern um den Finger wickeln zu können. Lass dich ruhig noch ein bisschen betüddeln, dann kannst du beruhigt nach Hause gehen.
    Was heißt angepasste Lebensweise? Den Tag/Nachtrhythmus verschieben? Herzliche Grüße von den Junioren.


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  2. Oh, man kann aber auch gesünder leben mit Genuss. Wünsch dir alles Gute. ^^

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  3. offenblender sagt:

    Bloß gut, dass Du beim Arzt warst und jetzt alles schnell ging. Das kann schnell ins Auge gehen. Die Lebensweise anpassen kann auch eine Chance sein, neue Genüsse zu entdecken und ungesunde Gewohnheiten abzulegen.

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  4. Pit sagt:

    Zunaechst einmal: von ganzem Herzen [wie sinnig, in diesem Zusammenhang! 😉 ] gute Besserung! Mit Stents laesst sich prima leben. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Na ja, ich habe nur einen. Da bist Du mir dann um eine Nummer voraus. 😉 Mach’s gut, und auf dass Du bald nach Hause kommst.
    LG,
    Pit


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  5. hummelweb sagt:

    Ich bin erleichtert, von dir zu lesen und wünsche dir, dass du bald wieder deinen eigenen Rhythmus leben kannst.


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  6. sabeth47 sagt:

    Freu mich mit dir und bin froh, dass alles für dich gut gegangen ist. So ein bisschen Krankenhausflair wirst du schon durchhalten, umso schöner ist es wieder in den eigenen vier Wänden! Herzlich, Bess


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  7. Follygirl sagt:

    Immerhin .. wer so meckern kann.. und sorry ich mußte echt lachen “ ohne Genuß“…
    Ja…ich hasse Krankenhäuser auch.. kann ich gut verstehen…
    Naja.. ich wünsche Dir, das Du schnell wieder zu Haue bist und das es Dir besser geht!
    LG, Petra

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  8. lydiaflechl sagt:

    Lieber Emil!
    Auch ich denke an Dich und wünsche Dir rasche völlige Gesundung.
    Viele Grüsse sendet Dir
    Lydia

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