Was niemand bisher sah.
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Wenn es draußen dunkel wird, zündet er Kerzen an in seinem Zimmer, viele Kerzen. Und in ihrem warmen, flackernden Licht gibt er sich ganz seiner Sehnsucht hin. Er hört die CD, die sie ihm vor vielen Jahren schenkte – einmal haben sie sie zusammen angehört, auf dem Sofa liegend, abends, ehe er wegfahren mußte. Das ist schon sehr lange her. Doch eines blieb ihm seit damals erhalten. Diese Sehnsucht. Er vemißt ihre Berührungen, ihre Haut, ihre Augen.
Es ist die Sehnsucht nach ihr, die ihn nicht quält, sondern an der er sich immer wieder aufrichtet. Denkt er an sie, dann weiß er, glaubt er, hofft er, daß es Zweisamkeit für ihn gibt, daß da irgendwann nocheinmal eine solche Liebe, vielleicht sogar genau diese Liebe für ihn Wirklichkeit wird. Jetzt aber liegt er im Kerzenschein auf dem Boden, erinnert sich, sehnt sich, hört diese Musik. Seine Hände streicheln durch die Luft, immer und immer wieder. Schließlich zieht er ein Kissen zu sich heran, vergräbt sein Gesicht darin – und endlich kann er weinen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Das Gute am 25.11.2017 waren nur sieben Zigaretten (ganz darauf zu verzichten schaffte ich doch nicht), die Buchbestellung, meine Schlafcouch.
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Schwerter.
© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


https://youtu.be/nBI2gZt54oo
Einfach liebe Gedanken für dich.