Mehr Momente oder mehr Gespür?
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Es gibt diese Momente, die ich, wenn sie sind, nicht bemerke; doch ich bemerke hinterher, daß sie alles veränderten.
Aus der Kladde von 1998
Die Anzahl solcher Momente scheint zugenommen zu haben in den beinahe 20 Jahren – oder aber mein Gespür für die nachfolgenden Änderungen wurde größer. Ich bemerke die Auswirkungen öfter und deutlicher, das jedenfalls kann ich feststellen. Oder anders: Woran liegt es, bin ich vielleicht häufiger wie der sprichwörtliche Elephant im Porzellanladen? Ist mein Gespür für die Momente vielleicht noch schwächer geworden? — Auch das wäre ja eine mögliche Erklärung für das schon damals beobachtete Phänomen. (Ach, ich vermute, ich langweile gerade wieder mit einer meiner inneren Unwesentlichkeiten.)
Also: Mehr von diesen Momenten, die alles ändern? Bin ich es, der sie auslöst? Oder nehme ich sie nur häufiger wahr?
Viele Fragen, die ich noch beantworten möchte.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Das Gute am 20.07.2017 waren nächtliches Gewitter und Abkühlung, ganz besondere Augen, eine Hoffnung.
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Stäbe.
© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Die Momente sind dieselben, die Wahrnehmung ändert sich und mit dem Alter kommt die Einsicht, dass alles eine Bestimmung hat.
Aber bedenke bitte, daß ich das schon im Zarten Alter von 35 Jahren schrieb …
Es ist trotzdem gültig – egal ob fünfzehn oder fünfzig.
Du hast Recht, schließlich denke ich zwanzig Jahre später darüber nach …
Ja, es gibt sie, diese Momente. Man nimmt sie nur nicht immer wahr. Etwas anderes kommt in den Sinn, oder man ist abgelenkt. Und oft, macht auch die Gewohnheit blind.
(Etwas Neues, das die Empfindungen verändert, bemerkt man eher.)