Das Große und Gewaltige ./. Ökonomie
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Schon damals, als Karoline noch lebte, hatten es die Künstler schwer:
Mir, o Freund! sind die himmlischen Mächte nicht so günstig, und oft bin ich mißmutig und weiß nicht, über wen ich es am meisten sein soll, ob über mich selbst oder über diese Zeit, denn auch sie ist arm an begeisternden Anschauungen für den Künstler jeder Art; alles Große und Gewaltige hat sich an eine unendliche Masse, unter der es beinah verschwindet, ausgeteilt. Unselige Gerechtigkeit des Schicksals! Damit keiner prasse und keiner hungere, müssen wir uns alle in nüchterner Dürftigkeit behelfen. Ist es da auch noch ein Wunder, wenn die Ökonomie in jedem Sinn und in allen Dingen zu einer so beträchtlichen Tugend herangewachsen ist.
Aus “Briefe zweier Freunde. An Eusebio.” Bd. 2 S. 40 f
Karoline von Günderrode: Gesammelte Werke. Hrsg. Leopold Hirschberg. Band 1–3,
Berlin-Wilmersdorf: Bibliophiler Verlag von O. Goldschmidt-Gabrielli, 1920–1922.
Zitat ist gemeinfrei.
Und heute? Wie steht es heute um die “Ökonomie”?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 6. März 2015 waren der Buchfink und dei Zeit danach.
Tageskarte 2015-03-07: Die Königin der Kelche.


Wunderbare Frau!
Mit einem tragischen Ende …