Reimrumspielrerei
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Rauhnächtereime
Schon die erste Rauche Nacht
hat mir einen Traum gebracht.
Einen düstren, dunklen, bösen,
in dem ich Rätsel mußte lösen:
Wieviel Eier müßt‘ ich spalten,
bis des Merkels Haare halten?
Welcher Vogel singt das Lied,
das mich in die Tiefen zieht?
Wem soll ich die Hände reichen?
Womit kann ich Wolken bleichen?
Welche Geister jagen nächtlich?
Was macht Politik verächtlich?
Wie es geht zwischen den Jahren
kann der Träumer leicht erfahren.
Rauche Nächte, Wilde Jagden
zeigen Dinge, die ihn plagten.
Andre Träume zeigen gar
was so kommt im neuen Jahr,
wen wir treffen, was wir wollen
und was wir so schaffen sollen.
Kalte Tage, rauhe Nächte.
Wenn die Zeit nur Schnee noch brächte!
Denn ein richtig weißer Winter
wäre schön für alle Kinder,
würde auch den großen Leuten
wichtig sein für Winterfreuden.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 24. Dezember 2014 war alles. Einfach alles.
Tageskarte 2014-12-25: Die Sechs der Stäbe.
© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ach, da geht mir das Herz auf bei so wilder Dichterei, die so gar nicht ohne Sinn daherkommt.
Aus Südfrankreichs Bergen liebste Grüße dank Gratis-WLAN.
Sinn … Meine Intention waren Reime, nur die. Allen anderen Sinn tust Du selbst, tut jede Leserin und jeder Leser selbst dazu.
Doch muß ich’s ja richtig gemacht haben, wenn das möglich ist. Danke!
Wunderbar geschrienen: ein wenig rauh ,angenehm seltsam,kritisch, poetisch und mit Hirn und Herz. Frohe Weihnachten noch wünscht Sylvia
GESCHRIEBEN sollte es heißen
🙂
Vielen Dank! Deine Charaktrisierung wirft in mir die Phantasiemaschine, das Assoziationsgetriebe und das Staunewerk an.
„Ein wenig rauh“ muß es doch sein, sonst gleitet alles dran ab — glaube ich; danke dafür. „Angenehm seltsam“ ist etwas, das ich an jeglicher Kunst schätze (unangenehm muß nicht sein, dafür haben wir das Leben; und seltsam ist auffälliger als durchschnittlich, als normal) — auch dafür danke. Ich glaub, damit laß ich es erstmal gutsein …
P.S.: Ich grübelte, ob das „n“ aus Versehen hineingerutscht oder der Finger nur eines danebengerutscht sei …
Hallo Emil,
gern geschehen :-). Das Wunderbare an der Kunst ist doch, dass sie offen für alles ist; so viele Facetten haben darin Platz.
Oh, nun ja, das „n“ spielte sich auf meinem Handy in den Vordergrund. Obgleich der „Versprecher“ wahrhaftig witzig anmutet, mein Verehrtester ;-).
Lass es Dir die Tage noch gut gehen.
Liebe Grüße, Sylvia
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