Meine Droge, die meine Phantasie nährt
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Hier stapeln sich die gefundenen Bücher, ich komme, nein, es muß eher heißen: ich kam nicht wirklich zum Lesen. Aber gestern ging es schon besser, sogar viel zu gut. Ich war nämlich in der Stadtbibliothek. Mein Aufenthalt dauerte exakt 20 Minuten, ehrlich. Denn ich mußte nach dieser kurzen Zeit abbrechen. Mußte! Weil ich schonwieder viel zu viele Bücher auf dem Arm hatte …
Da sind drei Bücher von Christa Wolf, die ich noch nie gelesen habe: Mit anderem Blick; Rede, daß ich dich sehe; Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert. Darauf vor allem bin ich gespannt. Damit habe ich auch schon bekanntgegeben, was ich am Freitag im Buchfink lesen werde. Fast nur Christa Wolf. Diese weise Frau, die so verletzlich und so stark war und mich so sehr beeinflußt hat, sie beschäftigt mich immer wieder. Kein Ort. Nirgends. Bald werde ich es auswendig aufsagen können, so oft habe ich es schon gelesen.
Dreimal Сергей Васильевич Лукьяненко – Sergej Lukianenko: Das Labyrinth der Spiegel; Der falsche Spiegel; Sternenspiel. Seine Romane ziehen mich in ihre eigene, phantastische Welt hinein, lassen mich die Welt um mich herum vergessen. Ich lebte mit den Wächtern zum Beispiel (von denen habe ich aber auch noch nicht ALLE gelesen, da 2015 noch ein Band erscheinen soll), war ein Ritter der vierzig Inseln … Es gibt eine ganz nette deutsche Lukianenko-Fanseite, falls jemand einmal nachsehen möchte.
Dann habe ich noch “Dichter in Anhalt. Ein Lesebuch zur Literaturgeschichte” mitgenommen. Drin ist ein wunderbares Novembergedicht von Kurt Liebmann, das am Freitag vorgetragen wird. Und auch Erwin Strittmatters “Nachrichten aus meinem Leben”, Aus den Tagebüchern 1954 – 1973 liegen jetzt hier, ich möchte bei ihm nachlesen über den August 1961 und den Juni 1963.
Ja, da habe ich einiges vor mir. Vor allem bei Lukianenko besteht die Gefahr, daß ich vor leuter Lesen das Schreiben vergesse. Nach zwei Tagen Ruhe hier solltet ihr euch aber doch – ach nein, keine Sorge, ich werde mich bemühen, täglich ein Lebenszeichen zu senden.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 11. November 2014 waren das kurze Treffen mit einer lieben Freundin, die mittlerweile seit einem Jahr in Hannover lebt, unerwartete Hilfe beim Bezahlen für den Messenger-Dienst und ein kuscheliger Abend mit Buch. Ach ja, das Faschings-Geraffel ist komplett an mir vorübergegangen.
Tageskarte 2014-11-12: IX – Der Eremit. (Ich bleibe heute unauffällig und kümmere mich um mich.)
© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


… sich unauffällig um sich kümmern – ein Satz zum Vergolden. Auch der Rest: Ich freu mich über deine Bibliophilie! 😄
Das ist es, was mir der Eremit für heut aufträgt …
Ich sollte ihn kalligraphieren (lassen), den Satz, vielleicht …
Yesss! 😉👍
Höhö! Dann mach doch! 😉
Iiiiich?
Ja.
Du kannst ja auch kalliappspressionismierativ dran herumspielen.
Gute Idee! Nach der Pflicht bisschen kalligrappen. 🙂
Dein Wort ist schöner …
einfacher … 😉
Interessant, dieser Lukianenko. Eher Science Fiction (was mich interessieren würde), oder eher Fantasy?
Beides sehr passend vermischt – je nach Thema. Die Wächter eher Fantasy, Sternenspiel und Spiegel und Spektrum eher SF …
Christa Wolf verehre ich sehr, Ihre Kassandra hat mich die gesamte Geschichte um Troja anders denken lassen. Ich verehre Sie sehr.
Liebe Grüße
„Kein Ort. Nirgends.“ und „Der Schatten eines Traums“ haben mich damals eingefangen. Und dann Medea …
Klasse Bücher.
Erstaunlich, wenn ich beim Morgenkaffee deine Bemerkungen lese: wieviel Zeit zum Lesen du hast? Wann ist denn da Zeit zum Leeren des Kopfes?
Ach, irgendwie hab ich immer Zeit und Möglichkeit.Aber wozu leeren? Ich muß es meist mur sortieren und archiviieren,sind doch ers 17% belegt 😉
Das ist gut:17%. ….also ich kenne da eine Frau (die fällt mir da spontan ein), bei der scheint der Kopf voll zu sein!
Du irrst gewiß, denn wie heißt es bei Martin Luther: „Wes das Herz voll ist, des gehet der Mund über.“
Ja genau so ist es bei der , der alte Reformator wusste schon bescheid, obwohl er doch im Zölli Bad liebte… (kleiner Rechtschreibfehler)
der Eremit mag sich zurückziehen, um dann mit seiner Laterne vorneweg zu gehen und die Leser- bzw. Hörerschaft mit vielen neuen Sätzen zu beglücken …
P.S. ein Zimmer für mich allein hat mich nachhaltig beeinflusst, aber ansonsten gibt es noch viel Nachholbedarf, wie ich gerade feststelle
Ist das nicht von Virginia W.? Ihr fixt mich an: Christa Wolf ist mir Terra incognita. Ich kenne sie erst aus Interviews und Sekundärliteratur. Womit sollte ich anfangen?
Schwer zu beantworten. Nimm das, was Dich anlächelt …
oh je, ich glaub du hast Recht, shame on me … aber da braucht es jetzt den Emil, denn sicher bin ich mir nicht!
Ich habe heute früh schon nachgesehen, das Zimmer-Buch ist von Virginia. Von der allerdings hab ich noch nichts gelesen — vielleicht sind die beiden doch vergleichbar.
danke Emil, ich weiss es nicht, dazu müsste ich jetzt erst einmal Christa Wolf lesen, aber gerade eben ist Herr Proust dran … keine schnelllesige Kost!
Zunächst trägtr er mit der Laterne das Licht in seine Privathö[h/l]le
zunächst und dann …
Wie passend, die Karte, wo Du Dich zum lesen zurück ziehst.
Du weißt schon, dass man sich Bücher auch nacheinander ausleihen kann 😉
Herrlich, das könnte von mir sein.
Recht liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen!
Silvia
Aber die Bücher wollten alle unbedingt mit zu mir 😉 Ich kann eine so dringlich vorgetragene Bitte kaum abschlagen.
Ach, wie gut ich Dich verstehe… 🙂
Auf das Liebmann-Gedicht bin ich gespannt!
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Da hast Du Dir wirklich viel vorgenommen. Ich sportle, schlafe und verspiele meine Urlaubszeit.
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