Suchtext

Auf der Suche nach den passenden Worten

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Die gute Nachricht zuerst: Kopfschmerzen und Halos sind ganz weg.
Die schlechte: Mir fehlt mal wieder die zündende Idee …

 

Ob ich schonwieder einen Dreizeiler oder überhaupt ein Gedicht als Beitrag verfassen kann? Möglich wäre es … aber irgendwie mag ich heute nicht. Etwas anderes gefiele mir mehr. Aber an dem Märchen von Prinz Hans, der heiraten will, scheitere ich zur Zeit regelmäßig. Es gibt dazu wirklich einen Zettel, auf dem die Hauptereignisse notiert sind, die “storyline” ist vorhanden. Doch ich komme nicht in den Schreibfluß, den ich benötige, um daraus etwas fertiges zu machen. Das ist meine Schwierigkeit: Ich muß einen Text en bloc – am Stück – herunterschreiben. Jede Unterbrechung macht sich sofort stilistisch/sprachlich bemerkbar oder ist mit der Unmöglichkeit der Fortsetzung verbunden. Hmmmmmpffffffffff.

Da fällt mir doch diese alte Geschichte ein mit den fünf Personen, die sich zu einem Ereignis äußerten. Und dann bin ich ja auch noch etwas schuldig, das mit der Apollonia-Kapelle zu tun hat. Und wenn ich meinen Blog durchforste, werde ich bestimmt noch mehr Versprechen auf Fortsetzungen finden, die ich (leichtfertig?) gegeben habe. Der Emil und seine “Unvollendeten” … Aber war da nicht auch mal jemand, der mich für einen tollen cliffhanger lobte? Ach, danach zu suchen ist mir heute einfach unmöglich. Ich habe mich gerade so an einer Spirale nach unten vorbeigemogelt, ich kann jetzt keine Mißerfolge mehr brauchen, muß mich auf wirklich Angenehmes, Gutes und Wohltuendes konzentrieren. Um draußen zu bleiben aus dem Loch.

Was also schreibe ich denn heute hier in meinem Blog? (Naja, eigentlich schreibe ich es heute und ihr lest es morgen, d. h. ich schrieb aus eurer Sicht ja schon gestern – hihihihi! Ach, das ist alles so verwirrend!? Für mich auch, glaubt mir …) Irgendetwas müßte mir doch … Da war leztens diese Idee, das “Kennenlernen wäre genial” aus ihrer Perspektive zu erzälen. Hm, aber heute fühle ich mich kein bißchen weiblich, doch genau das müßte ich tun, um den Text aufs Blatt zu rotzen … Nein, das wird heute nichts, dazu bin ich heute zu wenig weich aufgestellt.

So wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als etwas vom Gutenberg-Projekt zu zitieren oder das Vermischte aus der Mitteldeutschen Zeitung hier weiterzureichen. Aber das ist auch blöd. Das ist nicht meins, und davon, von dem Nicht-Meins, hatte ich in letzter Zeit wahrlich genug.

Ach, wenn ihr, liebe, treue Leserinnen und Leser, mir doch einen Tip geben könntet, einen kleinen Hinweis oder Denkanstoß nur! Dann fiele mir bestimmt etwas interessantes ein, von dem ich hier berichten, das ich hier schreiben könnte. Aber da das nicht möglich ist, bleibt es wohl bei diesen trüben, wirren Gedanken, die ich zu Papier brachte, während ich mir mein Hirn auf der Suche nach einem mir passend erscheinenden Text zermarterte.

Ich hoffe, es hat niemanden abgestoßen …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 3. November 2014 waren das Ausschlafen und die ruhige Schicht.
 
Tageskarte 2014-11-04: Die Zehn der Stäbe.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Suchtext

  1. Sofasophia sagt:

    Sogar deinen Gedanken zuhören, ist spannend. Andererseits wäre das jetzt eine Übung in Blogverzicht gewesen. Aber das hatten wir ja schon. Und das willst du nicht. Und es ist gut, wie es ist. Machte ja Spass. Und nein, abstossend ist das nicht. Im Gegenteil möchte ich gerne die eine oder andere Fortsetzung endlich hören. Lesen, meine ich. Aber Hauptsache, dir gehts besser und das Loch wird umschifft.
    Und jetzt geh ich schlafen … Gute Nacht, oder guten Morgen oder so. 🙂

  2. wildgans sagt:

    Emil, manchmal liest es sich für mich, als schafftest du dir eine Art Kriegsschauplatz im Innern. Häufig werden Kämpfe geführt – deshalb finde ich es stets herrlich, wenn ich von friedlichen Wannenbädern oder ruhigen Spaziergängen lese, Fotos sehe von für andere unbedeutenden Ecken, vom Guten, das du glücklicherweise nach jedem Eintrag aufführst!

    • Der Emil sagt:

      Kriegsschauplatz, Kämpfe … Es ist nicht so martialisch. Ein Ringen, ja, ein Ringen ist es, eine nicht(!) verzweifeltes Ringen. Am ehesten vergleichbar vielleicht mit der Suche nach der Brille/Fernbedienung/dem Autoschlüssel in der Wohnung.

      (Und wenn ich ehrlich bin: Jeden Tag ist der fertige Blogeintrag etwas, auf das ich zufrieden zurückscchaue. Täglich bin ich ein klein wenig — stolz auf meine Leistung, wenn dwr Eintrag ferti ist, — ja, sogar ziemlich stolz, wenn er rund ist und etwas für Leser nachvollziehbares und mitfühlbares transportiert. Mein NaNoWriMo ist das Jahr.)

  3. S. Meerbothe sagt:

    Auch wirr kann unterhaltsam sein 😉

    Einen kreativen Tag, wünscht FRAU ZERBERUS

  4. Elvira sagt:

    Packe in Deine Überschrift doch noch ein „t“. Vielleicht kann das Wort Suchttext einen Anstoß geben. Ich habe Schreibblockaden während meiner Schreibwerkstattzeit immer überbrücken können, wenn mir jemand ein Wort zuwarf.
    Liebe Grüße von Elvira (die im Moment so gar keine Lust zum Schreiben hat, sondern sich lieber mit dem Thema „Fotografie“ befasst)

  5. Gabi sagt:

    Ich kann es Dir nachfühlen. Auch wenn ich in keinster Weise über die Gabe verfüge, so wunderbare Texte wir Du zu schreiben, so hab ich auch so viele „angefangene“ Sachen, die wohl nie fertig werden. Und noch genug, die nicht mal angefangen wurden.
    Und ebenso geht es mir wie Dir, sobald ich unterbrochen werde – und seien es auch nur kleine Berichte vom Urlaub oder Bilder mit Texten – dann bin ich draußen. Und es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ich den einen oder anderen angefangenen Beitrag wieder verworfen und gelöscht habe. Weil es nicht mehr passte oder sonst was.

    Wenn Du „meine“ Apollonia-Kapelle meinst: das hat Zeit. Irgendwann mal, wenn es für Dich passt. Es läuft ja nicht davon. 🙂

    LG Gabi

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