Womit fang ich an

Die Unschlüssigkeit ist mal wieder exorbitant

To get a Google translation use this link.

 

   Diesmal weiß ich wirklich nicht, womit ich die neue Woche beginnen könnte. Ich habe so viele Ideen und keine Lust zu ihrer Umsetzung.

 

   Da ist dieser Halbsatz aus J. R. R. Tolkiens “Die Geschichte der Kinder Hurins”, den der alte Holzfäller Sador zu Túrin sprach: “ […] ein Mann, der vor seiner eigenen Furcht flieht, wird feststellen, deß er nur den Weg abgekürzt hat, der zu ihr führt.

Dabei könnte ich so viel zu diesem Satz schreiben, aus meiner Vergangenheit berichten, mich an meine eigenen Ängste und an meine Fluchten vor ihnen erinnern. Aber dazu habe ich zur Zeit keine Lust. Oder bin ich mit meinem privaten Kliniktagebuch schon ausgelastet, was Erinnerungen und meine Schwierigkeiten damit betrifft? Ich glaube, so ist es.

   Dann wäre da noch die Idee, Wörter analog zum “Schland” zu kürzen und daraus eine ganze Geschichte zu weben: “Wenn in Schland ein Schloch im Schtrog mit Schmittel und Schmopp gereinigt wird, so steht nicht unbedingt – wie allerdings in diesem besonderen Falle doch – ein Schbär daneben.

Aber nach diesem fulminanten Startsatz fehlen mir weitere Schworte …

   Den Chamäleonbaum hatte ich nachträglich photographiert – aber keine Lust, die Bilder so zu bearbeiten, daß ich sie hier herzeigen mag.

   Und: Ein uraltes Photo von mir hab ich gefunden:

 

emil1994

Vor 20 Jahren
Uraltes Polaroid.

 

   Aber womit ich diese Woche beginnen soll, weiß ich wirklich nicht …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 19. Oktober 2014 waren der frühe Feierabend, das Ausschlafen.
 
Tageskarte 2014-10-20: Die Neun der Münzen.

© 2014 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2014, Geschriebenes, Gesehenes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

0 Kommentare zu Womit fang ich an

  1. irgendlink sagt:

    Man könnte die Möglichkeiten erweitern, indem man auch Worte wie Chkeiten mit einbezieht. Und im Gegenzug – zur Entscheidungshilfe – die Möglichkeiten verringern, bis nur noch eine Sache da ist, mit der man dann anfängt. Oder, noch besser, so lange nicht anfangen, bis es von selbst … Ich kenne das Gefühl glaube ich. Alles spielt sich im Kopf ab. Es tobt richtig da drinnen. Und die Dinge scheinen einem alle viel zu groß oder es stimmt nicht mit den Rahmenbedingungen.

    • Der Emil sagt:

      „Alles spielt sich im Kopf ab.“ — Und manchmal will es nicht heraus, weil es noch nicht das adulte Gefieder hat, die Augen noch nicht ganz offen sind oder oder oder etc. pp.

      So viele Unwägbark, Möglichk; da ist meine Unschlüssigk vielleicht verständlich.

      • Sofasophia sagt:

        das adulte gefieder ist auch groß! und die weggen (=weggeschnittenen) -eiten auch, du wortschamane du!

      • irgendlink sagt:

        Ja. Sehr. Außerdem handelt es sich oft um Wenn-Dann-Abfolgen im eigenen Kopf. Um Prozessketten. Und wenn der Kopf dir zum Beispiel sagt, male diese Wand weiß an, dann sagt er auch, räume zuerst die Möbel weg und räume vor dem Möbelwegräumen die Möbel aus und sichte vor dem Rausräumen das, was drin ist und prüfe vorher, ob es in den Müll muss, oder ob Du es sonstwo aufbeahren willst.
        Nur um ein anschauliches besipiel zu generieren.

  2. Amelie sagt:

    Ich würde vorschlagen: Augen öffnen, aufstehen, Frühstück!
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche. Amelie

  3. Sofasophia sagt:

    ein paar fäden. wie haare. einen zopf hast du hier geflochten zum wochenanfang. und was für einer!
    deine innenschau sagt mir: das sind keine anfänge mehr, das ist schon ein mittendrin-sein!

    • Der Emil sagt:

      Du meinst, wenn mir die Sch… bis zum Hals steht, sollte ich mich nicht zu setzen versuchen? 😉

      Nein, nein, ich hab’s schon richtig verstanden. Nur würde ich gern mal heraustreten aus allem, mal von draußen draufschaun und mit großer Übersicht sortieren.

  4. Pingback: Ein Zerren an den Wenn-Dann-Ketten im eigenen Kopf | irgendlink

  5. wildgans sagt:

    Das Foto. Erhelltes Schrankfach, das mit den Büchern. Inzwischen sicher einige dazu gekommen?
    Ein Bild aus milden oder wilden Jahren?

    • Der Emil sagt:

      Ich kann es wirklich nicht sagen, ob das wilde oder milde Zeiten waren. Das meiste aus dieser Zeit ist noch in der Bodenkammer, auf dem Haufen unter dem Mantel des Vergessens. Den lege ich da immer wieder drüber, nachdem ich etwas hervogekramt habe. Scheint, als könnte ich manche Erinnerungen nur homöopathischen Dosen ertragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert