Traumreste

Was übrigbleibt

To get a Google translation use this link.

 

Der Wecker war auf 9.30 Uhr gestellt. Ich wurde viel, viel früher wach – zum ersten Mal um halb sechs, aber danach konnte ich nocheinmal einschlafen. Ich weiß, daß ich heftig träumte, kann mich aber an nichts aus diesem Traum erinnern. Dann erwachte ich ein zweites Mal um 7.45 Uhr.

 

 

Irgendetwas, das wußte ich mit Sicherheit, war falsch. Irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte, wie es real ist. Damit meine ich nicht die Tatsache, daß ich wieder zu früh wach war und mit Sicherheit nicht nocheinmal würde einschlafen können. Das ganze Leben fühlte sich an als wäre es nicht echt, nicht meines. Vielleicht stecke ich doch im falschen Köper oder es sitzt grad ein falsches Hirn in meinem Körper. Eine rechte Hand ist da, aber auch an ihr ist etwas nicht richtig: Daumen und kleiner Finger scheinen ihre Plätze getauscht zu haben. Vor meinen Augen bewegt sich etwas, links und oben haben ihre Plätze getauscht, rechts und unten sind wahrhaftig geblieben. Das, was sich im Zeitraffer dort rückwärts bewegt ist der Uhrzeiger, der kleine. Seltsamerweise tickt der Sekundenzeiger aber richtig. Mitten in der Achse der Uhr sitzt eine winzige Kamera. Das Geräusch ihres Auslösers wird vom Quietschen des Sekundenzeigers übertönt. Wer wohl für die Bilder Interesse zeigt? Ich stelle mir vor, es sitzt irgendwo in Moroni jemand, der mich den ganzen Tag beobachtet und zählt, wie oft ich in welchen Nasenloch bohre. Ich oder was auch immer heute morgen erwachte. Oben halte ich meine Zigarette, die glimmt kalt, wenn ich hineinpuste (wie seltsam dieses Wort «hineinpuste» aussieht, oder auch dieses «Irgendetwas» vom Anfang), kräuselt sich der Rauch zu Worten, die nach links schweben und dann langsam auf ein Pergament sinken.

Zeit, Wasser zu fassen. Die Kaffeemaschine hat das Bier schon fertig. Und da ist noch Mostrich übrig.

 

 

Halbautomatisches Schreiben um acht Uhr morgens (viele Buchstabendreher korrigiert). Vielleicht kam das aus meinem Traum.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 12. Juni 2014 war eine erledigte Arbeit zuhaus.
 
Tageskarte 2014-06-13: Die Königin der Münzen.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2014, Geschriebenes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Traumreste

  1. Amelie sagt:

    Happy B-Day, lieber Emil.
    Herzlichst Amelie

  2. Sofasophia sagt:

    auch ich gratuliere dir zu deinem geburtstag aufs allerherzlichste! auf dass sich deine kreativität weiterhin so köstlich entfalte und du uns noch viele solche und andere texte schenken mögest! (der zweite wunsch ist egoistisch, wie ich gestehen muss!)
    hab einen feinen tag und lass dich feiern!
    nur das beste für dich und deine lieben!

    • Der Emil sagt:

      Krudes Zeug = köstliche Entfaltung der Kreativität … Das muß ich jetzt erstmal verdauen 😉

      Heute Abend live im Radio, da wird „irgendwie beendet“ 😉

  3. Gudrun sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Emil. Ich denke, das ist diesmal ein Besonderer. Feiere schön, und genieße den Tag.

  4. Gabi sagt:

    Bin leider erst heute zum “nachlesen” gekommen. Nun doch auch von mir im Nachhinein alles Gute zum Geburtstag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert