Beinahe vergessen

Meine Vergangenheit entschwindet teilweise

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Vor 24 Jahren saß ich am “Runden Tisch” in einem winzigen Dorf im Erzgebirge. Eine ganze Zeit vorher hatte ich mich unmöglich gemacht fast überall, denn ich als Hausmeister hatte in der POS Dokumente an die Wandzeitung angepinnt, die ein „neues forum“ zur Verbreitung empfahl. Und am 18. März 1990 – also vor ziemlich genau 24 Jahren – war ja die letzte Wahl in der DDR, die für mich nur ein sehr enttäuschendes Resultat brachte.

Wenn man das, was man hat, verbessern und behalten mag, dann ist es kaum verschmerzbar, daß einem genau das genommen und dann noch vollständig abgewertet wird.

Wieso erinnere ich mich gerade jetzt daran? Beim Stöbern durch meine Dateien bin ich gestern auf mein Bild als Kandidat (LDPD, extra dafür dort Mitglied geworden, nachdem ich 1987 – ja, ’87 war das schon! – aus der SED ausgetreten war) bei der letzten Kommunalwahl am 7. Mai 1989 gestoßen. Damals, vor 25 Jahren, sah ich so aus:

 

1989

1989

 

Naja, lang ist’s her – Ähnlichkeiten zwischen damals und heute muß ich schon suchen … Aber einige Momente aus dieser Zeit (vor dem Vereinigungsgedöns) sind fest in meinem Hirn gespeichert. Die nimmt mr niemand. Zum Beispiel mein erster Gang auf einer Montagsdemo, mit Kerze in der Hand; der erste Abend mit brennender Kerze im Fenster; die erste Begegnung mit dem Spruch “Bleibet im Lande und wehret euch Täglich” usw. usf.

Ach ja, damals war ich jung …

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 28. März 2014 war die verdammt leckere Kartoffelsuppe, die ich gekocht habe (gibt’s heute zu Mittag).
 
Tageskarte 2014-03-29: Acht der Stäbe.

P.P.S.: Sorry für eine eventuelle Wiederholung, die durch sentimentale Ostalgie verursacht ist …

© 2014 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Beinahe vergessen

  1. Amelie sagt:

    Gut, dass uns unsere Erinnerungen niemand nehmen kann.

  2. Sofasophia sagt:

    also ich seh die ähnlichkeit schon – auch in der art des denkens …
    manchmal stelle ich mir mein leben wie eine textdatei vor: am anfang da weisse blatt – zwischenspeichern – erlebnisse – zwischenspeichern – neue erlebnisse (die datei wächst zusehends) – zwischenspeichern – und irgendwann ist die geschichte fertig erzählt, die mit einem ersten wort angefangen hat …

    und alles in der gleichen datei. die du bist, die ich bin … so in der art …

    und selbst im leben eines demenzkranken (fällt mir grad so ein) sind die gespeicherten infos irgendwo noch da … auf irgend einer großen festplatte … 🙂

  3. Anna-Lena sagt:

    Ich sehe durchaus Ähnlichkeiten, im Bild nach genauester Betrachtung und in deinem Denken ganz klar. Jede Zeitspanne hat ihre Bedeutung und oft eine weitreichende Wirkung.
    LG Anna-Lena

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