Einen der interessanten Sätze zitiert.
To get a Google translation use this link.
So eine Tageszeitung ist schon etwas Feines. Lieferte sie mir doch jeden Tag Interessantes, Wichtiges, Informatives, Unnützes, Dummes, Überflüssiges usw. ins Haus – wenn ich denn Abonnent wäre. Aber leider und glücklicherweise bin ich das nicht, denn der Preis für ein Monatsabo hält mich eine Woche am Leben, komplett, mit Kaffe und Tabak. Manchmal finde ich einen dieser Automaten, an denen das Blatt gekauft werden könnte; und in diesen Automaten kann ich die obere Hälfte des Titelblattes sehen. Manchmal sitzt mir auch jemand in der Straßenbahn gegenüber und liest in dieser Zeitung, so daß ich als Leseparasit vielleicht doch das eine oder andere erhaschen kann.
Die Mitteldeutsche Zeitung ist das hiesige Lokalblatt. Ja, sie gehört zum selben Haus wie die BZ, die Hamburger MoPo, die Kölnische Rundschau usw. Sie hat auf ihrer Titelseite die kleine Rubrik “Gedanken zum Tag” – die mich tatsächlich schon öfter zum Schmunzeln brachte, mir zu denken gab oder mich an wichtiges erinnerte. Gestern fand ich das dort gelesene Zitat einfach nur köstlich:
«Auch die besessensten Vegatarier beißen nicht gern ins Gras.»
Joachim Ringelnatz ( ∗ 1883 — † 1934 )
Sieh an, sieh an: Es wäre sogar ein ganzes Buch käuflich zu erwerben mit ebendiesem Titel!
Allerdings dachte ich nicht, daß es schon vor dem Zweiten Weltkrieg Menschen gab, die sich vegetarisch ernährten. Und: Solche Sprachspielerein gefallen mir ausnehmend gut. Wie auch das Ringelnatz’sche Gedicht vom Reh (aus Gips), das – ich muß immer nachsehehen – Im Park heißt …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 10. Februar 2014 waren zwei positive Amtserlebnisse und eine Schicht Sendedienst.
Tageskarte 2014-02-11: Drei der Münzen.
© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wenigstens hast du mich jetzt, mitten in der Nacht zum Schmunzeln gebracht. Ein Fortsetzungsdrama habe ich nämlich auch und nun hat es meinen Blog zerlegt. Ich weiß nicht, ob wir das wieder hinbekommen (Ich mehr eher sowieso nicht), ob ich nochmal bei Null anfange, oder es ganz lasse. Wie es auch kommen wird, jetzt hab ich erstmal geschmunzelt.
Gruß von einer Traurigen von Nebenan
Weh oh weh. Backup?
Nein, ich will es nicht mehr. Heute hat der Jan keine Zeit, irgendwann wird gelöscht und neu angefangen. Anders.
Schade, da waren sehr berührende Sachen dabei …
zeitungen kann man bei uns in allen kneipen, restaurants und bibliotheken lesen, ist das in halle nicht auch so?
übrigens: ich weiss von katzen und hunden die ganz gerne ins gras beissen. ich auch: in den löwenzahnsalat. aber den kannte ringelnatz als nicht-vegi wohl nicht? obwohl – dazu muss man nicht vegi sein, denn auch der liebst beisst gern in solches gras.
eine andere mögliche replik auf ringelnatz: nicht beissen – rauchen! 😉
(vegis gabs es übrigens schon immer, und wird es immer geben. immer mehr sogar, je schlimmer die tierhaltung wird.)
e schöne tag! 🙂
Aber Löwenzahn ist kein Gras 😉 (Eß ich, wie auch Brennessel u. a. Grünzeugs. Und verzeih mir meine Polemik 🙂 )
Ein Gras, das ich ganz lecker finde, ist das, mit dem ich als Kind immer „Huhnchen oder Hähnchen?“ spielte: die Samenäste (die Rispe) vom Halm zur Spitze hin in hohem Tempo abgestreift und die entstehende Form wurde entweder als Huhn oder (wenn ein Schwanz zu sehen war) als Hahn gedeutet. Von dem ließ sich das untere, saftige Grasende naschen. Es ist eines der wirklich weitverbreiteten Süßgräser – aber welches?
Das bringt micht zum schmunzeln.
Der Spruch und auch das Gedicht.
Das Gedicht kenne ich schon lange und – bis auf die korrekten Zeiten – auswendig. Der Spruch war mir neu 😉