Singenachmittag in der unbekannten Familie
To get a Google translation use this link.
Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind. Und ganz besonders schreibe ich meinen Adventskalender in diesem Jahr für eine Bloggerin.
Ich wünsche mir und Dir, Chaoskatze, eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für Dich und für alle Menschen, die Hoffnung brauchen.
Endlich. Endlich Feierabend. Manchmal sind diese Wochenenddienste einfach nur purer Streß. Vor allem um die Weihnachtszeit, wenn er dabei helfen kann, den verheirateten Kollegen an den Wochenenden Advent im Familienkreis zu ermöglichen. Aber er tut es ja gern, wirklich gern, denn auf ihn wartet niemand zuhause. Jetzt kann er den Zweiten Advent auf alle Fälle richtig genießen. Der Doppeldienst vom Sonnabend ist seit sechs Uhr beendet. Die nächste Schicht steht erst am Montag Abend an. Er gönnt sich ein Bad, liegt lange im warmen Wasser. Danach schläft er in aller Ruhe, bis er von selbst wieder wach wird.
Er schaltet das Radio an und macht Kaffee, sitzt dann am Tisch und ißt ein paar Printen dazu. Die liebt er, seit sie von der Westverwandtschaft in den Weihnachtspaketen mitgeschickt wurden. Der Lokalsender dudelt Popmusik vor sich hin. Eine Moderatorin spricht vom Adventskaffee im Pfarrhaus von St. Georgen. Alle Menschen sind eingeladen hinzukommen, frischen Christstollen zu probieren und Weihnachtslieder zu singen. Sankt Georgen … Sankt Georgen ist zwei Straßen, nicht einmal fünf Gehminuten weiter. Und er, er hätte nicht schlecht Lust auf einen Singenachmittag. Der Weg dorthin ist in den verbleibenden 40 Minuten bequem zu schaffen.
Im Pfarrsaal wird er freundlich und unaufdringlich begrüßt und zu Tisch gebeten. Ein Mann gibt ihm vom Weihnachtsstollen und schenkt duftenden Kaffee ein. Dann sitzt er wie ein alter Freund unter lauter Unbekannten. Er läßt sich vom köstlichen Gebäck noch ein zweites und ein drittes Stück geben. Währenddessen unterhält er sich mit einem neben ihm sitzenden Menschen über seine Erinnerungen an die Weihnachtszeit der Kinderjahre. Schnell stellen sie fest, daß sie dieselben Lieder kennen und mögen und jeder in einer dörflichen Kurrende sang. Plötzlich fühlt er sich sehr dauzugehörig, fast wie in einer großen Familie am Tisch.
Nach dem ersten gesungenen Lied stehen alle an der Kaffeetafel auf. Und er singt in seinem vollen, aber ungeübten Bariton laut mit:
Eine friedvolle, besinnliche Zeit wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 7. Dezember 2013 waren ein sehr, sehr angenehmer Nachmittag und der Abend bei der allerallerallerbesten Freundin.
© 2013 – Der Emil. Der Text (nicht aber das eingebettete Video) steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
342 / 365 (WP-count: 453 words)


Dir ebenfalls einen schönen 2. Advent! 😀
Einen besinnlichen 2. Advent wünscht
Amelie
Danke. Wünsche auch Dir einen schönen 2. Advent.
Schön, lass es Dir heute gut gehen und immer kräftig mitsingen …