Murks. Am eigenen Leibe selbst erlebt.
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Na toll. Ich bin gerade ziemlich sauer, weil sich meine Tastatur verabschiedet hat. Das ist echt doof. Denn an diesem Rechnerzwerg ist das Arbeiten mit einer externen Tastatur viel angenehmer als das Gefummele auf dem Netbook selbst. Nein, es liegt nicht an der Batterie, die habe ich ausgetauscht. Aber wie ich auch darauf herumtippe und -klopfe: Da tut sich nichts mehr. Die Mouse geht noch, es liegt also auch nicht am USB-Empfänger.
Und weil ich mnich darüber so mächtig geärgert habe und noch ärgere (die Gewährleistung ist gerade seit drei Wochen vorbei!), bleibt dieser Text heute so kurz. Von wegen, da wird keine Sollbruchstelle eingebaut …
Das Besondere: Manchmal, immer dann, wenn ich das Teil zum Wegwerfen in die Hand nehme, geht dieses Sch…ding wieder! Hilf aber nichts, nächste Woche muß wohl etwas neues her, eine vernünftige Tastatur mit gutem Druckpunkt, ich mag auch einen “Klick” recht gern. Die Qualität früherer Cherry-Tastaturen – mit Goldkontakten – wird sicher nicht mehr erhältlich und wenn, dann nicht mehr bezahlbar sein. Waaaaah!
Ich bin wohl einer der Wenigen, die nicht in die heutige Zeit passen. Ich will nicht ständig etwas Neues, ich möchte etwas lange funktionierendes, bei dem ich nicht den halben Betrieb des Herstellers miterwerben muß. Egal ob Waschmaschine, Telefon oder eben Tastatur.
Murks? Nein danke. Murks, fü den ich auch noch zahlen muß? Noch nein danker. Murks, der bezahlt werden muß und als Weiterentwicklung auch noch funtionseingeschränkt wurde? Am allerneindankesten. Wundern sich sogenannten Politiker noch darüber, daß die Bürger keine Steuern mehr zahlen wollen???
NARVA, ein ach so rückständiger Glühlampenhersteller aus der DDR, produzierte Glühlampen mit 8000 Stunden Brenndauer. Preiswerter, schadstoffarm, und unter Berücksichtigung aller ökologischen Probleme der heute sogenannten “Energiesparlampen” (die eigentlich Wohnungsbewohnervergiftungsgeräte sind) sicherlich umweltschonender als diese Krücken. Komisch, was? Aber es funktionierte trotzdem auch unter den damaligen, sicher nicht optimalen Bedingungen. Was wäre da erst heutzutage möglich!
Veranstaltungshinweis
Vom 12. bis 27. Oktober 2013 feiert die Werkleitz Gesellschaft e.V., die sich selbst auch “Werkleitz-Zentrum für Medienkunst” nennt, ihr zwanzigjähriges Bestehen mit einem Festival. Dessen Motto ist der Text einer Neon-Leuchtschrift von Martin Conrath, die bei der ersten Medienkunstschau in Ostdeutschland, bei der Werkleitz-Biennale 1993, Premiere hatte:
Utopien vermeiden!
Radio Corax wird dieses Festival begleiten, unterstützen, sogar Bestandteil sein. Der Haupt-Veranstaltungsort ist zu finden zwischen Halle (Saale) und Halle-Neustadt, am Holzplatz, in der sogenannten “Technikhalle” des einstigen Centrum-Warenhauses bzw. des Karstadt. Für Straßenbahnfahrgäste ist es einfach: Haltestelle Saline aussteigen und auf die Rückseite des jetzigen “Wohnzentrums” gehen. Das Programm zu diesem Festival » Utopien vermeiden! « ist online verfügbar – und die Programmzeitschrift von Radio Corax ist im Oktober auch diesem Thema gewidmet.
Ich hoffe, daß ich vieles von diesem Kunstereignis sehen und hören und erleben kann. Falls jemand extra deswegen nach Halle kommen möchte, so stelle ich gern meine Dienste als “Stadtführer” oder “Festivalführer” zur Verfügung. Vielleicht habe ich auch noch den einen oder anderen Tip abseits des Festivals …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 23. Oktober 2013 waren der Nachmittag im Radio und der Abstecher zum Werkleitz-Festival.
© 2013 – Der Emil. Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Mein Ideal :
http://de.wikipedia.org/wiki/Centennial_Light
http://de.wikipedia.org/wiki/Centennial_Light
DAS ist doch wirklich beeindruckend.
LG,Petra
Na klar. Mit den Vergiftungslichtern wird das nicht funktionieren …
Also, das musst du mal verstehen, lieber Emil. Wenn die Leutchen trotz umfangreicher Werbemaßnahmen zu bockig oder zu geizig sind und nicht dauernd kaufen, dann muss man sie halt anderswie ermuntern. Gell?
Bei solcher Ermunterung werd ich nur bockig. Ich hab das nämlich anders gelernt.
Ich glaube, das ist ironisch gemeint. Oder?
🙂
Du passt gut in diese Zeit! Es ist wichtig, dass man nicht angapasst ist, sondern über die Dinge nachdenkt, sie beim, Namen nennt! Weiter so, Emil!!!
Ah, danke!
Auch ich gebe Dir da absolut Recht! Über Murks hatte ich ja auch schon geschrieben, den mag ich nämlich auch nicht! Es gab eine Sache, die ich unbedingt haben wollte, diesen meinen Rechner. Darauf habe ich gespart und auf vieles verzichtet. Mein Telefon habe ich (gebraucht) geschenkt bekommen. Auch wenn ich es jetzt nicht mehr missen möchte, hätte ich wahrscheinlich immer noch mein Uralthandy. Denn es tat genau das, wofür ich es es erworben hatte: Ich konnte damit telefonieren, die eine ödere andere SMS verschicken und als Luxus auch noch Radio hören (KopfhörerAntenne). Dieses Handy habe ich immer noch. Vielleicht braucht ja mal jemand so ein Teil. Wegwerfen? Nee! Und ein neues smartes, nur weil es ein neues gibt? Nö! Meines funktioniert und mehr will ich nicht! Ich kann damit keine tollen Fotos machen, na und? Für einen Schnappschuss reicht es, ansonsten habe ich meinen Knips. Ich weiß, ich gehöre mit zu denen, die unsere Wirtschaft ruinieren. Aber ich verweigere mich dem immer höher, weiter, schneller!
Ach, liebe Elvira, die Wirtschaft ruinierst du bestimmt nicht. Da gibt es ganz andere Größen, Subventionen z.B. Aber so manch ein Onkel Dagobert hätte gern noch mehr Geld in seinem Speicher.
Ja, das ist ärgerlich. Bei Tastaturen war mir das ja gar nicht so bewusst: Meine erreichen nie die normale, bestimmt viel zu kurze Lebenszeit – sondern sind bereits weit vorher mit Kaffee, Coke und Bröseln geflutet, und müssen getauscht werden.
Da meine schnurlose Tastatur weder auf dem Schreib- noch auf dem Eßtisch herumliegt, sondern – naja, auf oder neben der Schlafcouch ist das Flüssigkeitsrisiko recht gering.
aber das „am allerneindankesten“ verdanken wir dem murks. alles hat irgendwie irgendwo einen kleinen vorteil.
dankeschön für dieses steigerungsform, klasse!
Manches möcht ich nicht gesteigert haben. *seufz*
Ich habe meine Sachen auch immer lange, bis ich sie dann mal (meist gezwungernermaßen) erneuere. Und wenns möglich ist, lass ich so manches auch reparieren.
Aber ich bin halt auch so ein richtiges Gewohnheitstier. Wenn was kapputt wird, würde ich am liebsten das Gleiche wieder kaufen, aber das gibts ja dann meist nciht mehr.