Ein Grenzpunkt außerhalb der Zeit?
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» Dieser Augenblick ist so kurz, so gedrängt, daß uns nicht die Zeit bleibt, ihn zu vergeuden.
Der Augenblick. Können sich denn in einem Augenblick, in einem Punkt der Zeit, so viele Tage sammeln, Tage, die schon verblaßt waren und die nun plötzlich von Blut und Leben erfüllt sind? Wir sind ständig auf der Jagd nach dem Augenblick, und ständig entgleitet er uns. Ständig glauben wir, ihn in der Hand zu halten, und öffnen wir sie – so ist er nicht mehr da. Und wir vermuten nicht einmal, daß der Augenblick eine seltene, fast widernatürliche Erscheinung ist. Die Zeit ist ein Strom aus Augenblicken, die ineinanderfließen, die einander Farbe, Duft und Schwingungen mitteilen. Ein grauer Strom. Seine Länge mißt nach Jahren. Nach Lebensaltern. Immer die gleichen aschfarbenen, monotonen Wellen. Wir warten auf einen gesättigten, intensiven, vollwertigen Augenblick. Die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erleben, ist lächerlich gering. Der Augenblick ist außerhalb der Zeit. Der Augeblick ist nicht Dauer, er ist Grenzpunkt. «
Blaga Dimitrowa: Liebe auf Umwegen. Seite 21
Aus dem Bulgarischen: Barbara Antkowiak.
2. Auflage 1980; © Verlag Volk und Welt, Berlin 1969. Bestell-Nr. 646 205 9
Soviel zum Augenblick. In einem Buch, aus dem ich schon mehrfach zitierte.
Augenblick. Gedankenblitz. Lichter Moment.
Gewissensbiß.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 1. September 2013 war eine entspannte Schicht Sendetechnik.
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Das gefällt mir sehr! Be_denken_swert! ▲
Danke.
(So lang sollte das Zitat nicht werde. Aber was von dem da oben hätte ich weglassen können?)
Nichts; genau SO finde ich es gut!
danke fürs kraftvolle zitat. ich nehme es mit in den tag, vielleicht dehnt es sich in mir aus.
Kraftvoll. Wäre mir nie eingefallen als Stichwort hierzu.
Und ausdehnen – auch etwas, das mir diesbezüglich neu ist.