So gesehen … (Nº 232)

Das Dilemma der Sichten

To get a Google translation use this link.

 

 
So gesehen

Wer hineinsieht, hat die Einsicht.
Wer hinaussieht, hat die Aussicht.
Wer mich ansieht, hat die Ansicht.

Hat so auch die Übersicht,
           wer mich übersieht?

 

 

Ja, schonwieder so ein kurzes Ding. Sprachspiel? Ehrliche Frage? Rhetorisch? Der Fahrschein für die Abwärtsspirale?

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 19. August 2013 war ein leckeres Abendessen.

© 2013 – Der Emil. CC by-nc-nd Website: Creative Commons
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung.)

232 / 365 (WP-count: 93 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Gedachtes, Geschriebenes, One Post a Day, postaday2013 #oneaday abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu So gesehen … (Nº 232)

  1. colorsigns sagt:

    ich übersehe dich nicht, trotz der Fernsicht ohne Aussicht auf Einsicht.

    • Der Emil sagt:

      Manche Sichten sind so wunderbar mehrdeutig: Durchsicht, Aufsicht (Danke!), Vorsicht, Nachsicht,. Rücksicht …

      Und all das geht meist auch mit -blick oder -sehen

  2. Nein, der verpasst einfach was! ☺

  3. colorsigns sagt:

    siehst du , so ist es
    dir eine gute Nachtruhe und liebe Grüße von mir
    aus dem Dienst am Nächsten.

  4. Gudrun sagt:

    Kuck mal auf meinen Blog. Ich bin nämlich auf das Gradierwerk in Bad Dürrenberg gestiegen. Auf dem zweiten Bild, ganz rechts, war Halle zu sehen, die Hochhäuser von Halle-Neustadt. Es war schon duster, als ich da oben war, und einwenig diesig war es auch am Horizont, aber in Natura sah man es. Besser als auf dem Foto. Du bist also gar nicht zu übersehen.

    • Der Emil sagt:

      Naja, war doch auch nur eine Frage … Du weißt doch sicher auch, daß manchmal das Zweifeltier einem um die Beine schlecht, mit seinem Pelz Dich streichelt und leise vor sich hin surrt … Solange, bis es genug Aufmerksamkeit bekommt und sich dann auf dem Schreibtisch und überall breitmacht.

  5. Sofasophia sagt:

    du hast zwar voll den durchblick, lieber emil, aber du übersiehst da etwas: wer nämlich den überblick hat, „muss“ die detail kurzfristig ausblenden und gezielt übersehen, nur damit er sich danach genau diesen widmen kann. zum beispiel der betrachtung seiner mitmenschen von nahem. 🙂
    doch wer dich dann noch immer übersieht, den kannst du getrost auch übersehen.

    hach ja, die sache mit dem gesehen-werden-wollen … *seufz*

    tolles wort zum tag!

    • Der Emil sagt:

      Danke. Bei der Durchsicht könnte ich durchsehen, ob alles noch in Ordnung ist 😉

      Für den Durchblick brauche ich neuerdings fast überall eine Brille …

  6. puzzle sagt:

    Jemanden zu übersehen ist subjektiv.
    Objektiv bemerkte man ihn entweder tatsächlich nicht, faktisch oder individuell.
    Andernfalls sähe man denjenigen sehr wohl, bevorzugt aber, einen Kontakt nicht herzustellen, indem man den Betreffenden ansieht, sondern über ihn hinweg, um ihn herum, woanders hin, sei es aus Unkenntnis, Gleichgültigkeit oder Ablehnung der Möglichkeit.
    Übersehen worden zu sein bedeutet, eine Erwartung nicht erfüllt bekommen zu haben, auch das ist subjektiv, so subjektiv sogar, dass es nicht einmal stimmen muß.
    Indem man aber der Verantwortung für die Blickrichtung des anderen eine Wertung unterstellt, macht man diese auch ohne dessen Wissen zu einer unlösbar persönlichen Angelegenheit, was dann wieder zu einer unerklärlichen negativen Schwingung führen könnte, zu einem Ausdruck, über den tatsächlich jemand lieber hinwegsehen möchte, wenn er ihn eben doch gesehen hat.
    Übersicht zu haben bedeutet im Gegensatz zum Übersehen im Sinne des Nichtwahrnehmens die Freiheit der Wahl.. Das muß einem nicht gefallen, wenn andere ihre Wahl treffen, aber für unsereinen selbst beanspruchen wir es doch auch, oder sollten es zumindest ohne Schuldgefühle tun.

    • Der Emil sagt:

      Damit gibst Du mir sehr viel Denkarbeit auf. Wertung, ja klar. Denn wenn ich mich übersehen fühle, fühle ich mich auch abgewertet …

      Ja, vielleicht war das der Auslöser für diese Zeilen: Das Gefühl, übersehen zu werden, nicht mehr wahrgenommen zu werden, unwichtig geworden zu sein (für eine ganz bestimmte Person).

      Danke!

  7. wildganss sagt:

    Vielleicht nicht immer dem Negativsog verfallen, eher die guten ….sichten favorisieren!

    • Der Emil sagt:

      Dadurch, daß ich es formulieren konnte, bin ich dem Sog schon weitgehend entgangen, habe gegen ihn angeschrie(be)n. Es war vielleicht ein Fahrschein für die Abwärtsspirale, aber ich bin nur bis zum Bahnsteig gekommen, nicht eingestiegen.

      Ich bin froh darüber, daß der Fahrschein verfiel.

  8. Emil ich liebe solche Wort-Spielereien – sie sind kreativ
    und sehr sehr aufschlussreich …. danke für diese Gedanken.
    Mit Herz & Segen!
    M.M.

  9. Naja Emil, aufschlußreich deshalb, weil es einfach genial ist,
    wie sich Buchstabenkombinationen auf unterschiedliche und vielfältigste Weise verwenden lassen und jedesmal wird Neues erschaffen …. schier unerschöpflich, für den der schöpferisch sein mag …
    Wünsche dir eine HERR-lich gesegnete und ER-freuliche Zeit mit einem frohen Herzen.
    M.M.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert