Heute: Eine Redewendung
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Da gibt es doch diese Redewendung, die ich öfter zu hören bekam. Immer dann, wenn ich z. B. an anderen Menschen etwas kritisierte, daß auch ich selbst als Macke habe.
«An die eigene Nase fassen …»
Wikipedia sagt dazu: “Sich an die eigene Nase fassen — in Österreich und Schweiz auch: sich selber an der Nase nehmen. Auch: sich an die eigene Kappe fassen (Allgäu). Einen Fehler bei sich selbst statt bei anderen suchen. Geht möglicherweise zurück auf einen Rechtsbrauch, sich beim öffentlichen Widerruf einer Beleidigung an die Nase zu fassen.”
Huch. Von diesem Brauch habe ich ja noch nie etwas gehört. Aber ich erinnere mich daran, daß meine Eltern mir oft sagten: “Du schwindelst ja! Deine Nase wächst!” Und weil ich das von Pinocchio kannte und große Angst davor hatte, wie dieser auszusehen, faßte ich mir an die Nase. Und schwups! Meine Eltern hatten dafür gesorgt, daß ich mich selbst verriet.
Von daher weiß ich, daß ich mir beim oder kurz nach dem Lügen an die eigene Nase faßte. Aber das hat doch nichts mit der Redewendung zu tun. Oder doch? Ich weiß es nicht – könnt ihr mir weiterhelfen?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 23. Juni 2013 war der Anblick des Festumzuges.
© 2013 – Der Emil. Eigener Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Das ist glaube ich ziemlich klassisch. …Gut beobachtet:)
Die Redewendung kenne ich. Ich verwende sie selber öfter.
Aber ob Dein „an die Nase fassen“ nach dem Lügen damit zu tun hat? Glaub ich eher nicht. Ich denke, das ist eine Gewohnheit aus Deinen Kindertagen, die sich „verselbstständigt“ hat.
Fass dich mal an deine eigene Nase – kenn ich nur als Aufforderung, selbstkritisch zu sein.
Lügen haben kurze Beine (oder eine lange Nase) ist m.E. etwas ganz anderes.
Liebe Grüße
Anna-Lena