Das laß ich mir bieten und nicht entgehen
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Da fiel mir doch gestern gegen 14 Uhr erst auf, daß der Internationale Tag der Museen ist. Und ich las davon, daß die Moritzburg – das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt – für alle Bereiche nur einen einzigen Euro Eintritt haben wollte.
Nix wie hin, dachte ich mir und informierte meine allerallerallerbeste Freundin von meinem Vorhaben. Ach, bei dem Eintrittspreis war sie gerne mit von der Partie.
Nicht nur die Wissenschaftlerportraits und die Daueraustellung gab es gestern zu sehen. Nein, es hing auch noch – und das freute mich besonders – die Sonderausstellung andreas hü(h)neke “van gockel und cha gallus”, “kikiriki, kikiriko” und andere parodien zur modernen kunst. Vier der gezeigten Bilder sind beim MDR zu sehen.
Leider habe ich dort nicht fotografiert – sein “Schwarzes Rund auf schwarzem Grund” und gleich links daneben das Weiße Taschentuch auf weißem Grund waren mit den begleitenden Texten Hünekes für mich die besten Parodien (auf Kandinsky, glaube ich).
Zum ersten Mal war ich gestern im dreieckigen Anbau mit Fahrstuhl und Treppenhaus. Und auch zum ersten Mal im Westflügel und im Talamt. Die beiden wirklich alten Zimmer, das Fest- und das Gerichtszimmer der Halloren mit ihrer mittelalterlichen Wand- und Deckengestaltung, hatten es mir angetan – das eine davon so sehr, daß ich unbedingt ein Bild von einem Teil der Kassettendecke machen mußte (und prompt ausgeschimpft wurde, weil ich keine Fotogenehmigung hatte).

Decke des Festzimmers der Halloren – anlicken zum Vergrößern. Bild steht nicht unter der creative common license!
Selbst im umgestalteten Gewölbe, das mittelalterliche Schnitz- und Architekturplastik beherbergt, war ich bis gestern noch nicht. Ich hatte es nur einmal gesehen vor Jahren. Und davor natürlich in verschiedenen Fernsehsendungen des Fernsehens der DDR, in denen es immer wesentlich größer erschien, als es tatsächlich ist.
Verwirrend fand ich den Kuppelsaal, einen runden Ausstellungsraum mit der weißen Kuppeldecke. In dem hätte ich mich beinahe verirrt. Und zum Schluß, nachdem ich auch noch die Schatzkammer angesehen hatte, bot sich gestern die Gelegenheit, den im Keller liegenden Burgbrunnen anzusehen. Ein eigenes Gewölbe beherbergt den wieder freigelegten, noch heute nutzbares Trinkwasser führenden Brunnen von etwa 20 m Tiefe.
Und, was habe ich wiedereinmal bemerkt? Ich selbst schrieb am 22.09. und am 17.11. des vergangenen Jahres über Besuche in den Museen der Stadt. Hatte mir auch vorgenommen, die öfter zu besuchen. Hab’s aber eben nicht getan.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 20. Mai 2012 war ganz klar der Besuch im Museum – und ein herrlich kaltes Bier zum Abendbrot.
© 2012 – Der Emil. Der Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.
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Das hätte ich mir auch gerne angesehen!
LG,P.
Tolle Decke!
Solche Veranstaltungen finde ich auch immer sehr gut – nur leider ist es dann oft so voll, dass es auch kein richtiger Kunstgenuss mehr ist. – Aber du klagst nicht über Überfülle, also wird es erträglich gewesen sein.
Es war ganz sicher nicht überfüllt. Kann ja sein, daß es an der mangelnden Werbung dafür lag – mir ist nirgends etwas aufgefallen. Keine Plakate, nichts in den (kostenlosen) Stadtblättchen. Naja, und Sonntagszeitung bekomme ich seit vier Wochen keine, da wird wohl ein Zusteller das Handtuch geworfen haben.
Selbst zur letzten angebotenen kostenlosen Führung zählte ich in der Gruppe, der wir uns nicht angeschlossen hatten, nur ein Dutzend Hanseln …
gäll, man nimmt sich mehr vor, als man tut… aber sich erinnern, an die alten vorhaben, ist hilfreich…
Ja. Im Budget für den nächsten Monat ist die Jahrekarte für dieses Museum fest eingeplant.
klasse, das freut mich und ich nehme mir ein Beispiel
In Sachsen klagte man über mangelnde Besucher an diesem Museumstag. Die Freibäder dagegen waren überfüllt. Kein Wunder, bei den Temperaturen, die wir hier hatten. In Museen zieht es mich dann selbst auch eher in den winterlichen Monaten. Die Decke ist genial. Im Schloss Moritzburg bei Dresden wurde ich auch erwischt, als ich knipselte und keine Erlaubnis hatte. Tja, was solls. Fotografiert habe ich trotzdem. 😉
Bei den gestrigen sehr schwülen Verhältnissen war es im Museum angenehm kühl. Besser, als im Freibad, vor allem, da ich so meine Probleme mit der Sonne und dem Schwitzen habe. Hier wird sicher auch über zu wenige Besucher gejammert. Aber ich habe heute schon eine Mail geschrieben wegen der unzureichenden Werbung – vielleicht hilfts ja.