Die Katze (#062)

 

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Die Katze hat sichtbar eine lange Zeit in ihrer Familie zugebracht. Das schwarzweißrote Fell ist dünn geworden an mancher Stelle; eine Naht ist mit groben, recht ungeschickten Stichen zusammengezogen. Eines der grünen Glasaugen hängt an schwarzem Faden aus dem Plüschtiergesicht.

Das Tier scheint reichlich abgeliebt. Sagt man das so? Aber es wird noch immer im Arm gehalten, gestreichelt. Noch immer ist die Plüschkatze Begleiterin, Trösterin und Beschützerin.

Wenn sie ihr Plüschtier ansieht, erstrahlt ein kindlich verschmitztes, glückliches Lächeln auf dem Gesicht der Frau im Rollstuhl.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 1. März 2012 war eine geglückte Reise.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Die Katze (#062)

  1. Gisi sagt:

    Emil, eine echte Katze, ich meine kein Plüschtier,
    sie ist mir mehr Wert, wie ein Mensch,
    denn Tiere sind liebend, sehr liebend,
    ohne Grenzen…und das ist mehr,
    als ein Mensch jemals geben kann,
    selbst im Rollstuhl!
    Tiere sind die besseren Menschen,
    schon immer gewesen!
    Tiere lieben einfach…

  2. Himmelhoch sagt:

    Emil, du bist der einzige, wo es noch Schnee zu besichtigen gibt – eine echte Rarität!
    Bei meinem Salzteigkopf hing ein Auge auch ein wenig – aber das war ein Produktionsfehler.

  3. Follygirl sagt:

    Einfach schön!!!

  4. Ein schöner und nachdenklich stimmender Text… Für viele Menschen hat ein (scheinbar wertloser) Gegenstand eine ungeheuer wichtige Bedeutung. Meist geknüpft an Erinnerungen an schöne Zeiten, oder auch Menschen, welche ihn vorher besaßen…

  5. „abgeliebt“. Sehr treffend. Man sieht es förmlich vor sich, das Plüschtier. Gefällt mir.

  6. Weberin sagt:

    ein trauriger text aber auch, besonders wenn man solche kommentare liest, wie den ersten. wir brauchen alle etwas, woran wir uns festhalten können. ich finde es ziemlich traurig, wenn es da außer dem stofftier (oder dem lebendigen tier) nichts gibt.

  7. Elvira sagt:

    Solange nicht ein übereifriger Hygienepingel kommt und das Tier entsorgt, wird es wohl, wie für viele alte Menschen, der einzige Liebeshalt sein. Eigentlich ist das sehr traurig.
    Aber vielleicht ist es auch eine Erinnerung an einen verstorbenen Angehörigen? Dem sich die alte Frau im Rollstuhl dadurch nahe fühlt? Ich würde sie gerne fragen.
    LG
    Elvira

  8. Gudrun sagt:

    Irgendwann wird die Katze noch viel ramponierter sein. Und dann soll keiner auf die Idee kommen, sie wegnehmen zu wollen.

  9. minibares sagt:

    Als meine Mutter nur morgens oder wenn sie ausgeruht war, ihre Umwelt mitbekam, hat unsere damals kleine Tochter ihr einen Plüschelefanten geschenkt.
    Denn im Krankenhaus war sie ja viel allein, da es weit weg war. Sie hat dieses Tier so geliebt, sozusagen nicht mehr losgelassen.
    Nach ihrem Tod haben wir einer Schwester dort gesagt, sie dürfen ihr behalten und an andere weitergeben.
    Solch ein weiches Stofftier wirkt sagenhaft vertraulich. Das ist es wohl. was auch diese Frau bewegt.

  10. colorsigns sagt:

    Danke
    für diesen nachdenklichen Text leise Christin

  11. Amelie sagt:

    Ein nachdenklich stimmender Text.

  12. Gabi sagt:

    Macht sehr nachdenklich und berührt mich sehr. Wunderschöne Geschichte.

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