Nach einem Tag, den das Denkicht besetzte und blockierte.
(Mein Blog war wegen des PHP-Dilemmas nicht verfügbar, daher erschien mein Beitrag zuerst anderswo.)
Viele Gedanken. Einige aufgeschrieben, andre beiseitegeschoben. Leises Zittern, vermutlich aus Angst vor den geäußerten Wünschen und/oder ihrer Verwirklichung. Entgegen meiner ehernen Grundsätze und Gewohnheiten eine heute beschriebene Seite aus der Kladde herausgerissen.
Petroleumlampe repariert. Kleinen reparaturbedürftigen Ventilator zu den wegzubringenden Elektroteilen gelegt. Gedankenwirrwarr nicht zu stoppen. Am frühen Vormittag eine Stunde nur halbwach verbracht. Dann doch aufgerafft zu etwas Haushalt. Nein, Unruhe wars nicht, aber Ruhe fand ich auch keine.
Und so saß ich und starrte Löcher in die Luft und ins Papier. Bemerkte, daß das WWW heute sehr löchrig ist und viele Sites nicht funktionieren. Wie abhängig ich davon bin … Das sollte anders sein, denke ich. Und damit kamen noch andere, wenig erbauliche Gedankenketten; doch ich ließ mich davon nicht hinunterziehen. Zum Abend machte ich mir Zwiebelreis (Reis und zwei mittlere Zwiebeln in Brühe gekocht, mit etwas Butter verrührt), eines meiner Überlebensessen. Den Tzaziki ließ ich unangetastet.
Ein Tag verging. Einer, an dem mir zwei Dinge wieder deutlich bewußt wurden: Wie klein doch ist, was ich mit meinem Denken und Aufschreiben und Befürchten und Wünschen und Verdrängen bewirken kann. Und wie wichtig all das ist für mich und mein Sein, mein So-Sein. Nichts davon könnte ich wirklich unterlassen. Nur so, nur mit alldem bin ich ich und kann ich mich mit meinem Leben identifizieren.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Einen großen Müllsack voller Altpapier brachte ich in den Container.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 21.10.2026 Tagträume und Aufgeschriebenes, entsorgtes Altpaier, Zwiebelreis.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

