Vielleicht entsteht daraus eine komplette Fabel …
Ich weiß, Du bist ein Stadtleut, für euch ist das einunddasselbe. Aber für uns Waldleut nicht. Das da ist keine Spur, das ist eine Fährte. Leut machen Spuren, Tiere machen Fährten. Wenn statt des Fuchses hier ein Vogel entlanggegangen wäre, dann wäre auch das eine Fährte. Nein nein, auch Vögel gehen zu Fuß, die fliegen nicht immer. Ja, es soll da eine Ausnahme geben, einen einzigen Vogel, der nie landet außer zum Brüten, und der alles andere im Flug erledigt. Aber den haben wir hier im Wald noch nie gesehen. Und jetzt bleib mal kurz stehen. Wir drehen uns um und sehen uns unsere Spuren an. Ja, wir hinterlassen Spuren, keine Fährten, denn wir sind Leut, keine Tiere. Aber sieh. Auch unsere Spuren unterscheiden sich voneinander. Du Stadtleut machst zum Beispiel immer gleich große Schritte, während wir Waldleut alle auf den Weg achtgeben und für Käfer und andres die Länge unsrer Schritte verändern. Nein, das ist nicht egal: Ein Käfer, ein einziger Käfer macht einen Unterschied, einen großen. Und das sollte auch einem Stadtleut klar sein.
Heute nacht gegen drei Uhr in meine Kladde gekritzelt, wahrscheinlich stammt die Szene aus einem Traum, der wieder ins Unbewußte zurücksank.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Eine Bananenkiste voller Kartonagen ist jetzt im Altpapiercontainer.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 20. August 2025 war ich zufrieden mit dem aussortierten Karton, mit weiterem Fortschritt in der Datenträgerarchäologie, mit Brotwurschd un Aardepplbrei.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Er gefällt mir sehr, dein Traumtext.