Prophetische (?) Sätze über unsere heutige Lebensweise.
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Ich gehöre einer Zeit an, die die Zeit nicht erträgt. Die den ganzen Tag gegen sie ankämpft. Die Leute haben nie Zeit, kommen zu spät, überschreiten ihre Zeit, brauchen mehr Zeit, versuchen aber vor allem, Zeit totzuschlagen. Die Zeit ist der große, böse Feind. Unsere Tage sind dem Kampf gegen sie geweiht. Das Schwerste, was ein heutiger Mensch tun kann, ist, nichts zu tun. Mit sich allein zu sein, nirgends hinzugehen, nichts zu unternehmen, den ganzen Tag auf nichts anzuspringen; allein in einem verdammten Sommerhaus zu sitzen, alle Versorgungsleitungen gekappt, und zu denken. Das ist das Allerschwerste. Das hält keiner aus. Darum ist unsere Gesellschaft so, wie sie ist.
Gedankenlos.
Hallgrímur Helgasson: Rokland. S. 252
Ungekürzte Ausgabe 2012
Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München
© 2005 Hallgrímur Helgasson · ISBN 978-3-423-21348-6
Aus dem Isländischen von Karl-Ludwig Wetzig.
Vor 19 Jahren geschrieben. Paßt erschreckend gut auf uns und unsere heutige Zeit, oder nicht? Aber das war leider die einzige Stelle, die mich in diesem Buch wirklich fasziniert hat. Es ist nicht ganz der Schreibstil, dem ich sehr interessiert oder leicht folgen kann. Und doch habe ich die 479 Seiten komplett gelesen.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich brachte wieder Bücher in einen Öffentlichen Bücherschrank, habe sie diesmal nicht einmal gezählt …
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 16. September 2024 mit einem Telefongespräch am Morgen, mit Aufgeschriebenem, mit einer ausgeräumten Ecke.
Alle Rechte liegen beim Autor bzw. für die deutschsprachige Buchausgabe bei Klett-Cotta, Stuttgart.


Werden diese Bücherschränke überhaupt noch genutzt?
Sehr rege sogar hierzustadt. Und zwar nicht von Altpapiersammlern, sondern von lesenden Menschen.
Für dich wurde doch sicher schon ein zweiter Bücherschrank aufgestellt
Ich kenne sieben hierzustadt … Heute war ich an zweien.