121–2024: Allgegenwärtig

Eine kleine Hommage an einen, der selten genannt wird.

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Ich suchte in meinen Bildern herum, grundlos, wie mir schien. Aber ich werde keine Bilder hier zeigen, heute nicht, wahrscheinlich auch später nicht, jedenfalls nicht von diesen Dingen, bei denen mir Folgendes auffiel:

Wie überaus ansprechend etwas werden kann, wenn der praktische Sinn der Erschaffer ihren Blick für das Schöne nicht verstellt. Wenn schön und praktisch aufeinandertreffen und Form und Funktion sich unterstützen und ergänzen. Beispiele dafür kann ich nennen (aber wie gesagt, nicht zeigen): die LD 65 von AKA Electric, so einige Schriftarten für unsere Computersysteme, der Citroën DS 21, die so häufig benutzten Signets für Sportarten, verschiedene Möbel. Und wenn ich mich hierzustadt umsehe, so finde ich auch entsprechende Bauwerke, selbst welche aus DDR-Zeiten, die so sind.

Jaja, ich kenne einige Bücher und sonstige Schriften von Otl Aicher und auch vieles von dem, was er gestaltet hat. Wahrscheinlich könnte ich sagen, ich sei ein Fan von ihm, ein Bewunderer seines Schaffens. Da ist so viel, was an ihn erinnert, was seinem Wirken entstammt – und nur selten wird sein Name genannt, nur selten wissen wir (ich schließe mich da ausdrücklich mit ein), daß das von diesem Mann gestaltet wurde. Seht euch doch dort auf der Seite einmal um: All das hat er hinterlassen. Dir und mir und der Welt …

Und vergeßt – bitte! – seinen Namen nicht wieder. Am 13. Mai vor 102 Jahren wurde Otl Aicher geboren.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Eine meiner Weihnachtspyramiden, aus Sperrholz gesägt, welches sich im Laufe der Jahre verzogen hat und an mehreren Stellen gerissen ist, bekam heute den Status „unreparierbar” und liegt jetzt zerstückelt im Mülleimer.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 30. April 2024 mit Bildern von schönen und zugleich praktischen Dingen, mit dem sehr schweren Herzens geschafften Wegwerfen, mit dem überstandenen Einkauf vorm Feiertag.

© 2024 – Der Emil. Text & Bilder unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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7 Kommentare zu 121–2024: Allgegenwärtig

  1. Graugans sagt:

    Oh, wie wunderbar, Du erwähnst Otl Aicher, ich liebe ihn sehr und ganz ganz großartig die Bücher:“Analog und digital“ und das grandiose Buch „Vom Gehen in der Wüste“!
    Liebe Grüße!

    • Der Emil sagt:

      Die hab ich beide auch – und alles andere, das es in den Bibliotheken gab, las ich auch.

      Ich find viele Dinge, die er gestaltet/designed hat, so schön und praktisch und einfach.

  2. Nati sagt:

    Danke für die Vorstellung, Emil.
    Man sieht soviele Bilder und Symbole, aber bisher habe ich mich noch nie gefragt wer sie wohl gestaltethat. Wieder etwas gelernt.

  3. Elvira sagt:

    Ich kannte ihn nicht, habe mich aber eben schlau gemacht. Nicht nur sein Schaffen ist bemerkenswert! Fast noch mehr bewundere ich seine Konsequenz im dritten Reich.

    • Der Emil sagt:

      Mich beeindruckte zuerst die schiere Anzahl dessen, was noch heute in meinem Alltag zu finden ist und von ihm entworfen wurde (es fing mit den Sportlogos an). Alles andere kam später.

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